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Ausbrüche effektiv verhindern

Main-Kinzig-Kreis verschärft Regeln für Reiserückkehrer

03 Jul 2020 / 21:55 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). In den vergangenen Tagen hat es in unterschiedlichen Orten im Main-Kinzig-Kreis neue Coronavirus-Fälle gegeben, von denen die meisten Infektionswege laut Gesundheitsamt auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten zurückzuführen waren. Nun will der Kreis striktere Vorgaben für Reiserückkehrer erlassen und bereitet eine entsprechende Allgemeinverfügung vor.

Unter anderem hatte das Gesundheitsamt Schulklassen in Quarantäne schicken beziehungsweise in Wirtheim sogar eine komplette Schule schließen müssen. „Wir haben vor den Sommerferien in noch recht kleiner Dimension erlebt, was sich über die Sommerferien und dann im Regelbetrieb aller Schulen potenzieren dürfte“, schätzt Landrat Thorsten Stolz. „Das müssen und wollen wir verhindern, dafür müssen wir bei den Reiserückkehrern aus Risikogebieten und deren Familienangehörigen ansetzen. Schon am Montag geht der Regelbetrieb in den Kitas wieder los, deshalb müssen wir kurzfristig strenger vorgehen.“

In einer Sitzung des Verwaltungsstabs haben Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann nun eine „deutlich vorsichtigere Bewertung bei gemeldeten Einreisen in den Main-Kinzig-Kreis“, eine entsprechende Allgemeinverfügung sowie einen Vorstoß in Richtung der Landesregierung festgelegt.

Konkret gehe es um eine umfänglichere Selbstisolierung und eine breiter angelegte Teststrategie bei Haushalten, in denen mindestens eine Person aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist. Die Risikogebiete beziehen sich auf Staaten, die das Robert-Koch-Institut auf seiner Homepage als solche ausgewiesen hat.

„Uns geht es darum, die besonders sensiblen Einrichtungen, also Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeheime, stärker zu schützen. Wir brauchen die größtmögliche Sicherheit, dass es in diesen Haushalten keinen Coronavirus-Infizierten gibt. Vorher dürfen Kinder und Jugendliche, auch Erzieher und Pfleger, nicht so ohne Weiteres wieder in ihre Einrichtung zurück“, fordert Landrat Stolz.

Mehr: GNZ vom 4. Juli.

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