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Ausgangssperre für Hanau beendet

Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis fast unverändert bei 136

13 Jan 2021 / 15:30 Uhr

Main-Kinzig-Kreis (re). Der Main-Kinzig-Kreis wird die Allgemeinverfügung, die für das Stadtgebiet von Hanau eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr beinhaltete, von Donnerstagmorgen an vorzeitig aufheben. Fünf Tage in Folge lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei einem Wert unter 200, was der Verwaltungsstab des Kreises um Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann in seiner Sitzung am Mittwoch als konstanten Trend wertete. Für den restlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises war die Ausgangssperre bereits vergangene Woche aufgehoben und nur für Hanau aufgrund des stark diffusen Infektionsgeschehens verlängert worden.

Der Main-Kinzig-Kreis hatte sich in den vergangenen Tagen zur Entwicklung des Infektionsgeschehens eng mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky ausgetauscht und ihn heute über die Aufhebung der Allgemeinverfügung informiert. „Wir sehen in der Stadt Hanau ein Infektionsgeschehen, das immer noch auf einem sehr hohen Niveau liegt und nicht nur Neuinfektionen in stationären Einrichtungen zuzurechnen ist. Es rechtfertigt nun aber keine so stark einschränkende Maßnahme wie die Ausgangssperre mehr“, erläutert Landrat Thorsten Stolz.

Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler warnte jedoch davor, die Aufhebung der Ausgangssperre als Signal der Entlastung zu verstehen: „Wir haben alles andere als eine normale Situation, und die geltenden Coronaregeln im Alltag sind weiterhin dringen zu beachten.“

OB Kaminsky unterstützt die Entscheidung des Kreises: „Die Inzidenz liegt am Mittwoch mit 156 immer noch zu hoch, als dass wir in Hanau auf baldige weitergehende Lockerungen hoffen könnten. Ich werbe in der Stadt daher weiterhin eindringlich um Vorsicht und Umsicht. Wir sind einfach noch lange nicht überm Berg.“ Hanau hatte noch bis einschließlich vergangenen Freitag einen Inzidenzwert von über 200. Ein größerer Anteil der Neuinfektionen außerhalb der stationären Einrichtungen ließ sich in der vergangenen Woche nicht auf eine genaue Quelle zurückführen. Am Samstag lag der Inzidenzwert erstmals wieder leicht unter 200, sank bis Dienstag auf 176 und am Mittwoch auf 156.

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises meldet für Dienstag 117 laborbestätigte Neuinfektionen mit dem SarsCoV-2-Virus und acht weitere Todesfälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Main-Kinzig-Kreis liegt fast unverändert bei 136. Die Verstorbenen wohnten in Hanau (3), Bad Orb, Bruchköbel, Maintal, Rodenbach und Ronneburg. Nachdem sechs Coronavirus-Fälle nachträglich in die Statistik aufgenommen worden sind, liegt die Gesamtzahl der Menschen im Main-Kinzig-Kreis, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, bei 12.104. Als infektiös gelten derzeit noch 1.270 Personen. Die akute Virusinfektion überstanden haben derweil 10.540 Menschen. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind 294 Menschen mit Wohnort im Kreisgebiet gestorben. Die Auslastung in den Krankenhäusern ist leicht rückläufig: Insgesamt werden in den Krankenhäusern in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern im Zusammenhang mit Corona 156 Patienten medizinisch versorgt, darunter 136 aus dem Main-Kinzig-Kreis. Auf Intensivstationen werden 28 Menschen versorgt, elf sind auf ein Beatmungsgerät angewiesen.

Die von den 117 Neuinfektionen Betroffenen wohnen in Hanau (18), Bruchköbel (9), Maintal (8), Freigericht (6), Steinau (6), Gelnhausen (5), Bad Orb (5), Sinntal (5), Großkrotzenburg (4), Rodenbach (4), Nidderau (4), Biebergemünd (4), Hasselroth (3), Jossgrund (3), Langenselbold (3), Erlensee (3), Neuberg (2), Schlüchtern (2), Schöneck (2), Bad Soden-Salmünster (2), Birstein, Gründau, Niederdorfelden. 16 Fälle wurden noch nicht zugeordnet.

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