SUCHE

Bei positivem Test online melden

Main-Kinzig-Kreis bittet infizierte Personen um Mithilfe

06. Januar 2022 / 15:37 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in den vergangenen Tagen analog zum hessen- und bundesweiten Trend wieder angestiegen. Für den Main-Kinzig-Kreis wurde gestern ein Sieben-Tage-Inzidenzwert von 275 ausgewiesen. Damit liegt der Wert zwar weiter unter dem bisherigen Höchststand während der Pandemie vom 7. Dezember (337) und auch unter dem Schwellenwert von 350. Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler erwartet aber, dass diese Marken schon in Kürze durchbrochen sein könnten. Vor allem die schnellere Verbreitung durch die Omikron-Virusvariante lasse darauf schließen, da sie nach Auswertung einzelner Labore schon 40 bis 50 Prozent der bekannten Fälle ausmache. „Wir sehen gerade in dieser Woche einen starken Anstieg bei den gemeldeten Positivbefunden aus den Laboren. Für eine Verlangsamung dieser Dynamik brauchen wir dringend das Mittun in der Bevölkerung, um Ausbruchsgeschehen zu verhindern oder die Ausmaße gering zu halten“, so die Dezernentin.

Aus diesem Grund erinnert der Landkreis nochmals an das Vorgehen, das für nachweislich Infizierte gilt. Wer die Nachricht über einen positiven PCR-Test erhalten hat, soll laut Main-Kinzig-Kreis drei Schritte unmittelbar befolgen:

1. Isolieren: häuslich isolieren und die Kontakte zu anderen Menschen so weit wie möglich reduzieren.

2. Informieren: selbstständig Kontaktpersonen informieren, mit denen die infizierte Person in den vergangenen Tagen privat und beruflich nahen Kontakt hatte, damit diese ebenfalls rasch Schutzvorkehrungen treffen können und sich regelmäßig testen.

3. Internet: den Main-Kinzig-Kreis digital informieren über ein leicht erreichbares Formular auf der Internetseite www.mkk.de.

Gerade der dritte Schritt ist aus Sicht von Susanne Simmler wichtig: „Wir haben im Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr die Kontaktpersonennachverfolgung zu einem guten Teil digitalisiert. Das hilft uns, größere Ausbrüche in Unternehmen oder im Umfeld sensibler Einrichtungen früher zu erkennen und weitergehende Maßnahmen einzuleiten. Vor allem hilft es aber auch, so schnell wie irgend möglich zu sein. Das setzt voraus, dass die Betroffenen schnell und zuverlässig ihre Eingaben zu sich und ihren Kontaktpersonen machen.“ Das Formular ist auf der Kreishomepage zu erreichen: im „CoroNetz“ unter „Corona-Tests“ oder über einen direkten Link auf der Startseite.

Der Arbeitsaufwand ist für das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr ungebrochen hoch und steigt derzeit noch an.

Kreisspitze unterstützt Äußerung von Bundesinnenministerin

Die Kreisspitze um Landrat Thorsten Stolz, die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und den Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann begrüßt die Haltung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Diese hatte von den „Spaziergängern“ gefordert, genau hinzuschauen, mit wem sie da marschieren. Es sei nicht hinnehmbar, wenn es zu Gewalt und Bedrohungen komme. „Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut. Wo versucht wird, es durch vermeintlich zufällige Treffen, aber mit doch klarer politischer Agenda zu umgehen und auszuhebeln, sind Menschen am Werk, die diese Rechte weit weniger achten als sie es glauben machen“, kommentiert die Kreisspitze, die auf diesen Umstand ebenfalls zu Wochenbeginn aufmerksam gemacht hatte.

Weiterhin mobile Impfangebote

Die „Dein Pflaster“-Impfstellen haben seit Anfang des Jahres wieder zu den normalen Zeiten geöffnet, und auch die mobilen Impfangebote gibt es bereits seit dieser Woche wieder. Noch bis heute wird im Gemeinschaftshaus in Lieblos geimpft, und zwar von 13 bis 18 Uhr. Die Teams der örtlichen Impfstellen sind darüber hinaus in Wächtersbach (Dienstag und Mittwoch, 11. und 12. Januar, jeweils 14 bis 19.30 Uhr, Waldensberger Straße 2), Großkrotzenburg (Dienstag, 11. Januar, 13 bis 19.30 Uhr, Gemeindesaal der Immanuel-Kirche), Rodenbach (Mittwoch, 12. Januar, 14 bis 20 Uhr, Rodenbachhalle), Ronneburg (Donnerstag, 13. Januar, 13 bis 19 Uhr, Fallbachhaus) und Hasselroth (Freitag, 14. Januar, 13 bis 18 Uhr, und Samstag, 15. Januar, 10 bis 15 Uhr, Friedrich-Hofacker-Halle) unterwegs.

Die Impfstellen, in denen auch Impfungen für Fünf- bis Elfjährige erhältlich sind, haben für Januar weitere Termine bereitgestellt, sowohl noch für diese Woche als auch die folgenden Wochen. Neu hinzugekommen sind beispielsweise die Aktionstage am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, in Schlüchtern, jeweils 9 bis 16 Uhr. Alle Termine, Standorte und das Terminportal sind online zu finden auf der Seite der Kampagne „Dein Pflaster“ auf www.mkk.de. Impfungen von Unter-Zwölf-Jährigen sind nur über Vorabtermine möglich. Der Kreis macht darauf aufmerksam, dass ebenso wie bei mobilen Impfaktionen auch in den „Dein-Pflaster“-ImpfstellenMaskenpflicht besteht. Dabei ist das Tragen einer FFP2-Maske Standard, eine medizinische Maske reicht nicht aus.

Inzidenz steigt weiter stark an

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt bei 275. In den heimischen Kliniken werden 47 Patienten mit Covid-19 behandelt; elf von ihnen benötigen intensivmedizinische Betreuung, darunter acht ein Beatmungsgerät. Damit bleiben die Belegungszahlen auf kaum verändert hohem Niveau. Die Intensivstationen haben auch diese Woche überwiegend „rotes Licht“ signalisiert. Die 228 Neuinfizierten kommen aus Bad Orb (7), Bad Soden-Salmünster (9), Biebergemünd (3), Birstein (5), Brachttal (1), Bruchköbel (14), Erlensee (2), Flörsbachtal (1), Freigericht (7), Gelnhausen (13), Großkrotzenburg (2), Gründau (4), Hammersbach (4), Hanau (52), Hasselroth (4), Jossgrund (1), Langenselbold (5), Linsengericht (4), Maintal (38), Neuberg (6), Nidderau (16), Niederdorfelden (3), Rodenbach (4), Ronneburg (1), Schlüchtern (2), Schöneck (7), Sinntal (2), Steinau (5) und Wächtersbach (6).

Apotheke kein Testzentrum

In unserem gestrigen Bericht „Reichlich zu tun in den Apotheken“ wurde fälschlicherweise geschrieben, dass die Wildhaus-Apotheke in Altenhaßlau zertifiziertes Testzentrum sei. Das ist nicht so. Es können zwar Selbsttests erworben werden, doch zertifizierte Corona-Schnelltests bietet die Apotheke nicht an. Der abgetrennte Bereich dient dem Ausstellen von Impf- und Genesenenzertifikaten. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen!

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4