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Corona: Weitere Schulen und Fußballteams betroffen

Gesundheitsamt meldet am Wochenende 16 Neuinfektionen / Simmler: Achtsam sein, wo es nur geht

13 Sep 2020 / 16:12 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Im Raum Gelnhausen bleibt das Corona-Infektionsgeschehen weiterhin dynamisch. Seit Freitag spricht das Gesundheitsamt von einem Ausbruch im Bereich des Amateurfußballs, am Samstag und Sonntag bestätigten dies weitere Laborbefunde, wie der Main-Kinzig-Kreis mitteilt. Insgesamt meldete das Gesundheitsamt am Wochenende 16 Neuinfektionen, bei fünf davon geht der Main-Kinzig-Kreis von Ansteckungen im Umfeld des Fußballs im Gelnhäuser Raum beziehungsweise im Umfeld von Kontaktpersonen aus, die sich dort infiziert haben.

Die 16 mit dem Coronavirus Infizierten wohnen in Hanau (6), Gelnhausen, Maintal (je 3), Gründau (2), Bad Soden-Salmünster und Langenselbold. Die Gesamtzahl der Fälle erhöhte sich damit auf 1233. Davon gelten 1065 Personen als genesen, 51 sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Durch die am Wochenende neu entdeckten Infektionen sind nun laut der Mitteilung auch weitere Fußballvereine betroffen. Rund um das Spiel zwischen Rothenbergen und Wirtheim unter der Woche habe das Gesundheitsamt mit der Nachverfolgung der Kontaktpersonen begonnen, nachdem mindestens eine mit dem Coronavirus infizierte Person daran teilgenommen hatte. Für die Beteiligten werde jeweils kurzfristig ein Coronatest vermittelt.

Unter den 16 Neuinfektionen befinden sich laut der Mitteilung des Kreises auch Mitglieder zweier Schulgemeinden. Für 139 Schüler sowie zwölf Lehrer der Hanauer Gebeschusschule habe das Gesundheitsamt häusliche Isolierung angeordnet. Mit der Karl-Rehbein-Schule sei eine weitere Hanauer Schule neu betroffen. Dort hätten die Mitarbeiter des Kreises die Ermittlungen am Sonntag aufgenommen. Das Gesundheitsamt stehe im engen Kontakt mit den Schulleitungen, um den Kreis der betroffenen Schüler und Lehrkräfte einzugrenzen und über das weitere Vorgehen aufzuklären.

Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler äußerte am Sonntag ihre Besorgnis über die aktuelle Situation. „Wir beobachten den Ausbruch im Gelnhäuser Amateurfußballbereich sehr genau, zumal von den vielen Coronatests von Donnerstag und Freitag die Ergebnisse noch gar nicht alle vorliegen. Aus den Positivbefunden, die wir erhalten haben, ergeben sich umfangreichere weitere Ermittlungen, eine sehr große Zahl an Kontaktpersonen und vor allem eine reale Gefahr, dass aus dem lokalen Ausbruchsgeschehen viele Neuinfektionen in der Fläche resultieren“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete. Simmler appellierte an die Bürger, „weiterhin achtsam zu sein, wo es im Alltag nur geht“.

Auf Grundlage der Testergebnisse werde zu Beginn der neuen Woche das Infektionsgeschehen neu beurteilt. „Jeder und jede Einzelne kann etwas dafür tun, dass es bei einem kleinen Kreis an Infizierten bleibt: durch Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln, durch gegenseitiges Aufpassen und Achtsamkeit nicht nur im Beruf und in der Schule, sondern auch im Freizeitbereich“, so Simmler.

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