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Coronavirus: 151 bestätigte Fälle

Drei neue Meldungen am Sonntag / Main-Kinzig-Kreis ruft heimische Unternehmen dazu auf, eigene Bestände an Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen

29 Mrz 2020 / 17:20 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Die Zahl der laborbestätigten Fälle von Coronavirus ist gestern im Main-Kinzig-Kreis nur um drei Personen gestiegen. Diese kommen aus Niederdorfelden, Hanau und Gelnhausen. Die Gesamtzahl der positiv getesteten Personen im Main-Kinzig-Kreis stieg damit nach Angaben des Kreises auf aktuell 151. Die Zahl der als genesen beurteilten Fälle bleibt zunächst unverändert bei elf. Die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten wird jetzt mit 17 angegeben, davon liegen jeweils drei Personen auf Intensivstationen in den Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen sowie im Klinikum Hanau.

Am Samstag waren bereits 22 weitere Coronavirus-Fälle hinzugekommen. Die Meldungen kamen aus Hanau (sieben), Jossgrund, Maintal, Rodenbach (je zwei), Bad Soden-Salmünster, Brachttal, Gelnhausen, Linsengericht, Nidderau, Schlüchtern, Schöneck, Sinntal und Wächtersbach.

Um den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus unvermindert fortsetzen zu können, wird der Main-Kinzig-Kreis sich in eigener Verantwortung weiter für die Bereitstellung von Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel einsetzen. Als weiteren Schritt hat Landrat Thorsten Stolz jetzt gemeinsam mit der Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler und dem Kreisbeigeordneten Winfried Ottmann die heimischen Unternehmen zur Mitwirkung aufgerufen, heißt es in einer Pressemitteilung des Main-Kinzig-Kreises.

In einem Schreiben über die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sowie die beiden Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen/Schlüchtern werden die Unternehmen aus dem Main-Kinzig-Kreis gebeten, die Bestände an Infektionsschutzmaterial, die dort nicht dringend benötigt werden, dem Gefahrenabwehrzentrum zur Weiterleitung anzubieten. „Nach unserer Einschätzung könnten wir damit den vorhandenen Versorgungsengpass wirkungsvoll überbrücken und Arztpraxen, Krankenhäuser, Rettungsdienst und Pflegeeinrichtungen zwischen Maintal und Sinntal ausstatten“, erläutert die Kreisspitze in der Mitteilung.

Landrat Thorsten Stolz, Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann richten ihren Dank an die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern sowie die beiden Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen/Schlüchtern, die über ihre Kanäle die wichtige Botschaft an die Unternehmen und Betriebe weiterleiten. Benötigt werden unter anderem Atemschutzmasken der Klassen FFP2 und FFP3, chirurgischer Mundnasenschutz sowie weitere persönliche Schutzausrüstung wie Schutzbrillen, Vollgesichtsmasken, Schutzkittel, Ganzkörperschutzanzüge und Einmalhandschuhe. Die jeweiligen Meldungen sind per Mail zu richten an stab.gaz@mkk.de.

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