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Das Kinzigtal als Weinanbaugebiet

Heimatforscher planen Bestandsaufnahme

21 Jan 2020 / 16:30 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (bak). Das Kinzigtal – eine Weingegend? Was aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich klingt, dafür gibt es historische Belege. Das um 1320 gegründete Säkularkanonikerstift St. Peter und Paul zu Salmünster etwa erteilte der zugehörigen Kirchengemeinde Steinau die Auflage, jährlich unter anderem drei Ohm Wein als Weinzehnten an das Stift zu liefern. Dabei handelte es sich um selbst angebauten Wein vom „Hundsrücker Berg“, dem „Steinesfeld“ und dem „Hang unterhalb der Marborner Warte“.

Die Weinbruderschaft „ad via Regia 1670“ baut als Arbeitsgruppe des Geschichtsvereins Steinau in historischer Gemarkung seit 2016 wieder Wein an, in Neudorf wirken Hobbyweingärtner bereits einige Jahre länger. Sicher ist: Nicht nur in Steinau, sondern im gesamten Kinzigtal waren die Süd-, Südost- und teils auch die Südwesthänge in verschiedenen Zeitabschnitten mit Weinreben bepflanzt.

Es sei überraschend, wie viel Weinbau es im Kinzigtal überhaupt gab, eröffnete Anita Schuldt ein erstes Treffen von Heimatforschern und Regionalhistorikern in Niedermittlau. Ziel der ehrenamtlichen Geschichtsforscher ist es, eine Karte zu erstellen, die zeigt, wo überall im Kinzigtal Wein angebaut wurde. Ein nächstes Treffen ist für Mittwoch, 4. März, 19 Uhr, in der Friedrich-Hofacker-Halle in Niedermittlau geplant.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch, 22. Januar, in der GNZ.

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