SUCHE

Der Shutdown ist der bestimmende Faktor

Arbeitslosenquote und Kurzarbeit gehen auch im Kreis deutlich nach oben

03 Jun 2020 / 20:18 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Im Main-Kinzig-Kreis haben sich im Monat Mai 12 483 Personen arbeitslos gemeldet; das waren 1 710 mehr als im April und 3 132 mehr als im Mai des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,4 Prozent an. Im April lag sie bei 4,7 Prozent und im Vorjahresmonat bei 4,1 Prozent.

„Die Corona-Maßnahmen wirken sich am Arbeitsmarkt in nahezu allen Bereichen aus“, kommentiert die Vorsitzende der Geschäftsführung der Hanauer Arbeitsagentur, Heike Hengster, die Zahlen. „Ist der Monat Mai in anderen Jahren fast immer von einem Anziehen der Beschäftigungslage gekennzeichnet, so ist in diesem Jahr ein rasantes Wachstum der Arbeitslosigkeit in allen Personengruppen zu verzeichnen. Dabei ist das Handwerk etwas weniger betroffen. Die hohen Arbeitslosenzahlen kommen nicht nur durch Zugänge zustande, sondern auch dadurch, dass auf der anderen Seite Unternehmen kein Personal einstellen. Abgefedert wird die Arbeitsmarktlage durch das Kurzarbeitergeld, das von mehr Unternehmen als je zuvor beansprucht wird. Das lässt darauf schließen, dass die Arbeitgeber bei aller Vorsicht davon ausgehen, dass die jetzige Lage vorübergehender Natur ist und die Beschäftigten bald wieder gebraucht werden. Ich appelliere an die Betriebe, auch das Thema Ausbildung keinesfalls zu vernachlässigen, denn die Fachkräfte, die in diesem Jahr nicht ausgebildet werden, werden später fehlen.“

Jugendlichen, die im Sommer die Schule verlassen werden, rät die Agentur-Chefin, unverzüglich die Berufsberatung zu kontaktieren und auf der Jobbörse der Agentur unter jobboerse.arbeitsagentur.de zu stöbern. Zurzeit seien viele attraktive Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Vor allem im Handwerk würden junge Talente dringend gesucht.

Mehr: GNZ vom 4. Juni.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4