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„Die Stimmung ist schlechter als die Lage“

Jahresempfang der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern: Löwe für Quidde, Rede von Naumann

27. September 2022 / 22:06 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (tmb). Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik kamenam Dienstag zum Jahresempfang der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Die Stimmung des Abends war gut, obwohl der Hauptredner, IHK-Präsident Oliver Naumann, durchaus pessimistische Töne zur wirtschaftlichen Lage des Kreises anschlug. Dennoch appellierte er an die Anwesenden, zu kooperieren und die Zukunft auf diese Weise zum Besseren zu gestalten.

Beim Empfang gab es eine Überraschung: Als Dank für die jahrelange Unterstützung verlieh Julia Heuwieser im Namen der Wirtschaftsjunioren Hessen den „Goldenen Löwen“ an den Hauptgeschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Dr. Gunther Quidde. Er kommentierte: „Ich habe von nichts gewusst, freue mich trotzdem!“

Beim IHK-Jahresempfang ist es üblich, einen Gastredner zu verpflichten – Dienstag stand jedoch nur ein einziger Name auf der Rednerliste: der des neuen IHK-Präsidenten Oliver Naumann. „Seien Sie gewiss: Das ist nicht meine Schuld!“, versicherte der Nachfolger des Ehrenpräsidenten Dr. Norbert Reichhold, der seit März im Amt ist. „Unsere für heute vorgesehene Referentin war tatsächlich darauf eingestellt, eine beeindruckende Rede zu halten – nur leider in Boston, nicht in Hanau.“ Ein Ersatztermin mit Professor Anke Weidenkaff, Leiterin der Hanauer Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie, ist für den nächsten Jahresempfang , den 18. Juli 2023 festgelegt. Gestern übernahm der Geschäftsführer des Druck- und Pressehauses Naumann das Reden kurzerhand selbst und gab einen Überblick über die Lage der Wirtschaft im Main-Kinzig-Kreis.

„Ich kann es kurz machen: Die Stimmung ist schlechter als die Lage, aber die Lage beeilt sich, sie zu überholen,“ leitete Naumann ein. „Als IHK können wir die Stimmung in der Wirtschaft ganz gut beurteilen. Die Lage und die Aussichten für die regionale Wirtschaft können wir aber nur verstehen, wenn wir uns bewusst werden, welche Standortfaktoren und Eigenschaften für Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis von besonderer Bedeutung sind“, begann Naumann nach der Begrüßung der Gäste. Als wichtigsten dieser Faktoren nannte er die Verkehrsanbindung zwischen Frankfurt und dem Landkreis Fulda. „Mehr als 90 Prozent der über 420 000 Einwohner des Main-Kinzig-Kreises brauchen maximal zehn Minuten bis zur nächsten Autobahnauffahrt, denn es gibt im Main-Kinzig-Kreis 19 davon.“ Bahnhöfe gibt es sogar 35.

Mehr: GNZ vom 28. September

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