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Dutzende Rinder auf Deponie verscharrt

Folgenreicher Fund eines Spaziergängers bei Hutten

12 Apr 2019 / 15:26 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Einen folgenreichen Fund hat vor wenigen Tagen ein Passant im Schlüchterner Statteil Hutten gemacht. Auf einer ehemaligen Mülldeponie entdeckte er ein unter einem Erdhügel verscharrtes Rind. Das Veterinäramt des Main-Kinzig-Kreises nahm sich der Sache an und fand auf dem Gelände nicht nur ein einzelnes Tier, sondern gleich eine große Anzahl an vergrabenen Rindern.

„Wir werden am Ende das tatsächliche Ausmaß nur schätzen können“, sagt Veterinärdezernent Winfried Ottmann. „Mit Funden belegt sind 27 Rinder, von denen einige vor dem Verscharren mit einem Bolzenschussgerät getötet oder mit vermutlich stumpfen Werkzeugen erschlagen wurden. Viele Tiere weisen hingegen gar keine derartigen Merkmale auf. Bei ihnen ist davon auszugehen, dass sie schlichtweg im Stall oder im Freien verhungert und aufgrund unbehandelter Krankheiten verendet sind.“

Der unterschiedliche Verwesungszustand der Tiere lässt darauf schließen, dass einige von ihnen erst kürzlich, andere schon vor vielen Monaten oder Jahren auf der Deponie „entsorgt“ worden sind. Der Tierhalter hätte jedes der Tiere kostenpflichtig über die Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgen müssen. Für die Kosten der aufwändigen Bergung und anschließenden Entsorgung müssen nun die Stadt Schlüchtern und damit alle Schlüchterner Bürger aufkommen. Der Main-Kinzig-Kreis ruft Anwohner und Spaziergänger, die nahe der früheren Deponie oder im Bereich zwischen Elm und Hutten etwas Auffälliges bemerkt haben, dazu auf, sich beim Veterinäramt oder der Polizei zu melden. Das Veterinäramt ist telefonisch unter 06051/8515510 sowie per Mail an veterinaeramt@mkk.de zu erreichen.

Mehr dazu lesen Sie am Samstag, 13. April, in der GNZ.

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