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Ein gutes Jahr für den Weißstorch

Trockenes und warmes Wetter sorgt für gute Brutergebnisse

09 Aug 2019 / 13:28 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Die Storchenpopulation im Kreisgebiet wächst weiter: Die Fortpflanzungsrate lag auch in diesem Jahr wieder über dem langjährigen Durchschnitt. Diese positive Bilanz zieht der kreisweit tätige Storchenschutzinitiator Werner Peter aus Freigericht, nachdem die meisten Jungstörche bereits aus dem Brutgebiet abgewandert sind.

Wie in den Jahren zuvor erfasste der ehrenamtliche Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland auch in diesem Jahr akribisch die Entwicklung der Storchenpopulation und den Bruterfolg im Kreis. Peter markierte fast die Hälfte der mehr als 120 flüggen Jungstörche mit Helgolandringen, um wissenschaftliche Informationen über den weiteren Lebensweg dieser Jungen zu erhalten.

Das gute Brutergebnis sei insbesondere der günstigen Witterung im abgelaufenen Brutjahr zu verdanken: „Es gab keine langandauernden Nässeperioden bei Tieftemperaturen, in welcher häufig Jungstörche umkommen“, sagt Peter.

Das Phänomen der Baumbrüter habe sich auch in diesem Jahr im Kreisgebiet weiter fortgesetzt. Allerdings seien wie in den Vorjahren viele erfolglose Bruten auf Bäumen registriert worden. „Wegen der Nestplünderer Waschbär und Marder und der instabilen Nestverankerung ist die Bruterfolgsquote von Baumbrütern nachgewiesenermaßen sehr schlecht“, erklärt der Storchenschützer. Drei Baumnester seien bei Starkwind mitsamt der Gelege abgestürzt. Weitere Baumbruten seien durch vierfüßige Kletterer ruiniert worden. Um diese Feinde abzuhalten, haben Erhard Soer und Peter bereits mehrere Storchenbrutbäume mit einer Plastikmanschettenummantelung am Stamm erfolgreich geschützt.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 10. August.

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