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Ein Stück Volksfest zum Mitnehmen

Schausteller leiden unter der Corona-Krise und suchen nach Alternativen

27 Mai 2020 / 21:24 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (km). In Zeiten der Corona-Krise wird es eng für die große Zahl der Schausteller, die auf Märkten, Messen und Festen ihr festes Standbein haben. Die Branche lebt davon, das sich Menschen treffen und viele Großveranstaltungen mit Schaubuden und Vergnügungsparks ausgerichtet werden. Seit März kommen für die Schausteller nur noch Absagen, was für viele existenziell eine Katastrophe bedeutet. Die GNZ hat im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Schausteller-Verbands Frankfurt/Rhein-Main, Thomas Roie, die Situation beleuchtet. Roie hofft, dass die Regierung bis Mitte Juni ein umsetzbares Rettungspaket für Schausteller und Marktbetreiber vorlegt.

Ein Verkaufswagen mit Leckereien, die auf Volksfesten für Gaumenfreuden sorgen, steht seit geraumer Zeit auf dem Parkplatz an der Wehrweide in Somborn. Dort sind Schokofrüchte, Crêpes und Langos in verschiedenen Geschmacksrichtungen als auch gebrannte Mandeln zu bekommen, die das Herz der Besucher ansonsten in Vergnügungsparks und auf Volksfesten erfreuen. Schräg gegenüber ist eine weitere Verkaufsbude aufgestellt, an der hausgemachte Nierenspieße mit Brötchen und frische Hamburger angeboten werden. Die beiden Verkaufsstände werden von Jungschaustellern betrieben, die nach alternativen Standmöglichkeiten gesucht hatten und diese in Somborn fanden.

Dem Schausteller-Verband Frankfurt/Rhein-Main gehören 110 Mitglieder an, von denen 20 Prozent Jungunternehmer sind. Diese müssen in der Regel in den nächsten Jahren noch ihre Finanzierung leisten und gleichzeitig ihre Familie ernähren. Daher ist es für diese Schausteller besonders wichtig, dass sie ihr Marktgeschäft betreiben können.

Mehr: GNZ vom 28. Mai.

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