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Einbruch mit Todesfolge

Polizist stirbt bei Verfolgung zweier Täter / Rumänen wollen Geständnis ablegen

03 Dez 2019 / 23:02 Uhr
Wächtersbach/Gelnhausen (erd). Am 7. Juni kurz nach Mitternacht stirbt auf den Bahngleisen bei Wächtersbach ein 44-jähriger SEK-Beamter aus Buseck bei Gießen. Er hatte zwei flüchtende Mitglieder einer rumänischen Einbrecherbande verfolgt und war beim Überqueren der Gleise von einem Güterzug erfasst worden. Gestern mussten sich zwei festgenommene Täter vor dem Amtsgericht Gelnhausen verantworten. Sie sollen in Tierbedarf-Märkte in Gelnhausen, Fulda und Wächtersbach eingebrochen sein. Als der SEK-Mann starb, waren sie bereits festgenommen, sodass ihnen eine Beteiligung an dessen Tod nicht vorgeworfen werden kann.

In Gelnhausen muss sich nun ein Brüderpaar aus Rumänien, 35 und 29 Jahre alt, verantworten. Beide sitzen derzeit in Untersuchungshaft, wurden in Handschellen ins Gericht geführt. Der eine Bruder gab an, Automechaniker zu sein, der andere Kraftfahrer, doch angesichts des europaweiten Vorstrafenregisters scheinen sie ihr Geld anderweitig zu verdienen.

Eher so, wie die Staatsanwaltschaft den beiden Männern vorwirft: Sie seien zwischen 13. Mai und 7. Juni in drei Taten in Gelnhausen, Fulda und Wächtersbach verstrickt gewesen. Der Staatsanwalt wirft ihnen Einbruch, gewerbsmäßigen Handel mit Diebesgut und Gründung einer Bande zum fortgesetzten Diebstahl, außerdem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bei der Festnahme in Wächtersbach vor. Das Vorgehen sei immer ähnlich gewesen: Der Fahrer wartet im Fluchtauto, einer steht Schmiere, und ein oder zwei Täter steigen in das Objekt ein, in diesem Fall in Filialen der gleichen Tierbedarfs-Kette. Dabei seien die mutmaßlichen Täter mit einem Audi A6 Kombi mit französischen Kennzeichen unterwegs gewesen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 4. Dezember.

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