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Enorme Nachfrage, zu wenig Material

„So etwas habe ich noch nie erlebt“: Heizungsbauer schlagen vor dem Winter Alarm

29. Juli 2022 / 08:49 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (dan). Explodierende Energiepreise, große Unsicherheiten wegen eines möglichen Gasmangels, immer neue Vorschläge und Vorgaben aus der Politik: Viele Menschen sind angesichts der Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor allem mit Blick auf den kommenden Winter massiv verunsichert. Und wer dann noch eine alte oder nicht sonderlich effiziente Heizungsanlage im Keller stehen hat, kommt in diesen Zeiten noch mehr ins Grübeln. Kein Wunder also, dass das Heizungs- und Sanitärgewerbe derzeit regelrecht von Anfragen und Aufträgen überrannt wird. Das Problem: Es fehlt an Material. „Eine solche Situation habe ich noch nie erlebt“, sagt der Obermeister der Innung für Spengler-, Sanitär- und Heizungstechnik Gelnhausen-Schlüchtern, Franz-Josef Beck.

Über mangelnde Aufträge kann sich das Heizungs- und Sanitärgewerbe derzeit nicht beklagen. Im Gegenteil: Die Fachbetriebe werden angesichts der stetig steigenden Energiepreise sowie der unsicheren Versorgungslage bei Gas und Öl der Auftragsflut kaum Herr. Das Problem ist jedoch: Es fehlt das Material, um die Aufträge abzuarbeiten und eine Besserung der Lage ist kaum absehbar.

Wie ernst die Situation ist, wurde jüngst bei einer Veranstaltung der Kreishandwerkerschaft in Hanau deutlich, zu der die örtliche Innung für Sanitär- und Heizungstechnik eingeladen hatte. Rund 50 Branchenvertreter waren gekommen, und berichteten fast unisono von ähnlichen Problemen. „Wer heute eine Wärmepumpe bestellt, der muss mindestens bis April kommenden Jahres warten, bis sie überhaupt lieferbar ist“, betonte etwa ein Vertreter des Herstellers Daikin.

Ähnliches berichtet im Gespräch mit der GNZ auch der Obermeister der Sanitär- und Heizungsinnung in der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern, Franz-Josef Beck aus Biebergemünd: „Ich habe erst letzte Woche mit einem Großhändler gesprochen. Wärmepumpen haben inzwischen eine Lieferzeit von drei bis zwölf Monaten.“

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 29. Juli.

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