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„Es fühlte sich an wie eine Mischung aus Schule und Krankenhaus“

Zwei Abiturienten berichten von ihren Abschlussprüfungen in Zeiten von Corona

07 Apr 2020 / 14:50 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (pfz). Hessens Abiturienten haben seit Donnerstag die schriftlichen Prüfungen hinter sich – trotz der Corona-Pandemie. Feiern durften sie das nicht, und auch in den Klassenzimmern fühlte sich irgendwie alles anders an. Louis Jakob und Paulina Holthausen (beide 18 Jahre alt) aus Gründau berichten im Gespräch mit der GNZ von den Abiturprüfungen am Beruflichen Gymnasium in Gelnhausen in Zeiten dieser besonderen Krise.

Um den nötigen Abstand während der Prüfungen zu wahren, mussten die Kurse aufgeteilt werden, erzählt Louis Jakob. So saßen etwa acht Schüler gemeinsam in einem Klassenraum, jeder an seinem eigenen Tisch. „Das Virus war die ganze Zeit im Hinterkopf“, sagt Paulina Holthausen: „Es stand ja erst kurz vor den Prüfungen fest, dass wir sie schreiben werden. Das hat natürlich für Ungewissheit gesorgt.“ Auch Louis Jakob meint: „Es wurde vorher viel spekuliert, ob das Abitur vielleicht verschoben wird. Wir wussten also nicht wirklich, auf was wir uns einlassen.“ Da er in der Regel relativ spät mit dem Lernen beginne, sei er sich unsicher gewesen, ob es sich überhaupt lohne damit anzufangen. „Aber man hat natürlich das Ziel, das Abitur vor Augen. Von daher rückte das Virus bei mir schnell wieder in den Hintergrund.“

Paulina Holthausen konnte das nicht so leicht abschütteln. Dafür sorgte auch die Atmosphäre in den Klassenzimmern. „Die Lehrer trugen Handschuhe und teilweise auch Mundschutz. Es fühlte sich an wie eine Mischung aus Schule und Krankenhaus. Es war definitiv ein anderer Druck vorhanden.“

Mehr dazu in der GNZ vom 8. April.

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