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„Es ist absolut beängstigend“

Barbara Mariner erlebt als Deutsche den Wahlkampf in den USA hautnah mit

01 Nov 2020 / 20:15 Uhr
Main-Kinzig-Kreis. Morgen wählen die Bürger in den USA ihren Präsidenten. Barbara Mariner, die im Main-Kinzig-Kreis aufgewachsen ist, lebt in Colorado. Als Deutsche hat sie einen besonderen Blick auf diese Zeit. In der GNZ berichtet sie vom Wahlkampf, aber auch davon, als Sozialistin bezeichnet zu werden und Angst vor Vandalismus zu haben, wenn man den falschen Sticker auf dem Auto kleben hat.

Barbara Mariner ist ein politischer Mensch; aus ihrer politischen Meinung macht sie kein Geheimnis, sie engagiert sich. Dabei ist sie nicht einmal wahlberechtigt, obwohl sie seit 2006 in den USA lebt. Ursprünglich wollte sie gar nicht so lange dort bleiben. Nach dem Studium hatte sie sich bei Enterprise Rent-a-Car beworben. „ERAC ist eine amerikanische Firma, die in Europa expandieren wollte und mich 2006 mit einem Arbeitsvisum in die Staaten als International Management Trainee holte. Der Plan war, nach 1,5 Jahren Training in den USA bei dem Aufbau der Firma in Deutschland zu helfen. Allerdings habe ich meinen zukünftigen Mann in den Staaten kennengelernt und bin letztlich dort geblieben.“

Bewusst als Heimat ausgesucht hat sie sich die USA nicht. „Mir hat es hier eigentlich nicht so gut gefallen. Die Grundversorgung und Arbeitnehmerrechte sind erbärmlich, und ich vermisse kulturell sehr viel. Nach fast zehn Jahren Ehe und einer Scheidung habe ich jedoch einen Großteil meines Lebens hier in den USA verbracht, Netzwerke aufgebaut und die Anbindung an die Heimat verloren. Meine ganze Familie hat Deutschland verlassen und ich fühle mich dort somit etwas verloren.”

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 2. November.

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