SUCHE

Existenzielle Fragen für Unternehmer

Wirtschaftsförderung organisiert Infos rund um die Corona-Krise

24 Mrz 2020 / 09:55 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Mit der Änderung der 4. Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus durch die Hessische Landesregierung sind nun weitere Unternehmen von Schließungen betroffen. Für viele Geschäftsleute geht es in der Folge um wichtige existenzielle Fragen, entsprechend werden auf allen Ebenen entsprechende Unterstützungen auf den Weg gebracht.

„Es ist derzeit für alle Beteiligten kaum möglich, den Überblick zu behalten oder auch schon in jedem Fall die passenden Lösungen zu finden“, sagt Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann. Doch die Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreis arbeite in enger Abstimmung mit IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Kreishandwerkerschaft für eine umfassende Kommunikation und lokale Angebote.

Wichtig sei dabei die Information, dass die gültige Anordnung durch die Landesregierung nicht das Infektionsschutzgesetz zu Tragen kommt. Somit sei das Gesundheitsamt – bis auf wenige Ausnahmen – für dieses Thema nicht zuständig. Auskünfte erteilt das Referat für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur: Außerdem werden die Informationen derzeit für die Plattform „CoroNetz“ auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises aufbereitet. Die IHK bietet im Netz ebenfalls aktuelle Informationen zu zahlreichen Problemfeldern.

Die Angaben werden dort jeweils aktualisiert und ergänzt, was angesichts der ständig veränderten Lage eine große Herausforderung darstelle. Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann bittet daher um Verständnis, dass angesichts der zahlreichen Anfragen in kurzer Zeit nicht alle Betroffenen sofort bedient werden können. Auch für diesen Kommunikationskanal werde derzeit an einer praktikablen Lösung gearbeitet.

Zu bedenken sei ebenfalls, dass ein großer Teil der angekündigten Hilfsprogramme noch nicht die „Endreife“ erreicht hätten. „Wir warten in vielen Fällen noch auf die konkreten Rahmenbedingungen und Ausführungsbestimmungen“, schildert der Wirtschaftsdezernent die Situation. Sobald verwertbare Unterlagen vorlägen, werde dies unverzüglich kommuniziert und verbreitet.

Anfragen darüber hinaus sind zu richten an das Referat für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur, Telefon 06051/851-3700 oder Mail wirtschaft@mkk.de.

Das Referat Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises unterstützt mittelständische Unternehmen bis 250 Beschäftigte und Selbstständige in der aktuellen Krisensituation. In zahlreichen Gesprächen zeichne sich deutlich ab, dass viele Unternehmen sehr kurzfristig Unterstützung brauchten.

„Besonders wichtig ist uns in Anbetracht der Lage, dass die Bearbeitung zeitnah erfolgt“, so Ottmann. Das gesamte Verfahren laufe online. Anfragende Unternehmen erhielten sehr zeitnah ein Angebot über eine Perspektivenberatung mit einem Berater aus dem RKW-Hessen-Netzwerk. Nach Zurückmailen des unterschriebenen Angebots muss der Kunde den Kostenbeitrag überweisen. Das RKW Hessen beauftragt dann einen Berater aus seinem Netzwerk. Dabei wird das Regionalitätsprinzip soweit möglich beachtet, auch für den Fall, dass zu einem späteren Zeitpunkt weitere Unterstützung notwendig wird. Anschließend erhält der Kunde kurzfristig einen Anruf des betreuenden Beratungspartners. Aufgrund der Corona-Problematik werden die Gespräche ausschließlich telefonisch oder per Videokonferenz vorgenommen. Der Austausch von Unterlagen erfolgt per Mail. Zunächst wird die aktuelle Situation im Betrieb besprochen – insbesondere Liquidität, Auslastung, spezifische Belastungen und Betroffenheit von Pandemie-Anordnungen. Es werden mögliche Hilfen – Kurzarbeitergeld, Förderkredite, Bürgschaften, Zuschüsse, aber auch kurzfristige Einsparmöglichkeiten – beleuchtet und entsprechende Empfehlungen gegeben.

„Wir haben uns für eine Zusammenarbeit mit dem RKW entschieden, weil dieses sehr eng mit dem Hessischen Wirtschaftsministerium und vielen Fördermittelgebern zusammenarbeitet und deshalb für heimische Unternehmer der richtige Ansprechpartner sein kann“, sagt Ottmann. „Gleichzeitig bemühen wir uns darum, dass die Beratungskosten bezuschusst werden.“

Die Kosten für die Beratungen sind gestaffelt nach Unternehmensgröße und Anzahl der Beschäftigten. Nach Inanspruchnahme der Soforthilfe kann auch zur langfristigen Absicherung weitere Beraterunterstützung, teilweise mit öffentlicher Förderung, erfolgen. Unternehmer können beim RKW Hessen per Mail an perspektive@rkw-hessen.de oder onloine unter www.rkw-hessen.de Unterstützung erfragen. Ebenso steht das Referat für Wirtschaft, Arbeit und digitale Infrastruktur auf der Homepage des Kreises unter www.mkk.de für weitere Informationen zur Verfügung.

Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz ist ab kommendem Donnerstag, 26. März, für den normalen Besuchsverkehr geschlossen. Vorsprachen sind ab diesem Tag nur nach telefonischer Voranmeldung möglich. Die Abgabe von Trichinenproben ist ohne vorherige Anmeldung montags, mittwochs und freitags jeweils von 8 bis 11 Uhr möglich.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4