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Feuer und Flamme im Amphitheater

Mittelalter-Rocker von „In Extremo“ heizen Hanauer Publikum ordentlich ein

25 Aug 2019 / 18:29 Uhr
Hanau (jus). Auf Kaperfahrt mit Klaus Störtebeker, auf den Spuren der Spielmänner und Gaukler oder die Lyrik des Mittelalters: Wenn Michael Robert Rhein von „In Extremo“ zum Mikrofon greift, singt er nicht einfach nur, er erzählt musikalisch Geschichten. Und das auf ausgesprochen mitreißende und rockige Weise. Dabei ist es vor allem die Mischung aus der markanten Stimme, den harten Gitarren und mittelalterlichen Instrumenten, die die Fans so begeistert. Dass es sich bei „In Extremo“ dabei auch um eine absolute Live-Band handelt, stellten die Mittelalter-Rocker auch am Freitagabend im ausverkauften Amphitheater eindrucksvoll unter Beweis. Und das nicht nur mit ihren Liedern, sondern auch mit ihrer feurigen Bühnenshow, bei der es im wahrsten Sinne heiß zur Sache ging.

Für die musikalische Einstimmung in den Abend sorgte dabei zunächst die Band „Manntra“ mit kraftvollem Folk-Metal in kroatischer Sprache. Für besondere Begeisterung beim Publikum sorgte dafür auch der Auftritt des In Extremo-Frontmannes Michael Robert Rhein, der für zwei Lieder mit auf die Bühne kam. Dabei besang Rhein zunächst mit der Band zusammen in Kroatisch den „Meridian“, bevor dann Manntra-Sänger Marko Matijević Sekul ins Deutsche wechselte und gemeinsam mit Rhein die kroatische Heimat der Band musikalisch würdigte.

Das Warten in der kurzen Umbaupause wird belohnt: Das Licht geht aus, Nebel wabert aus den Maschinen, ein stimmungsvolles Intro setzt ein, die sieben Musiker betreten die Bühne und greifen zu ihren Instrumenten. Und quasi vom ersten Ton an herrscht ungebremste Begeisterung im Hanauer Publikum. Der „Sängerkrieg“ wird dabei auch direkt schon einmal mit voller Flammenkraft auf der Bühne unterstrichen und gibt einen Vorgeschmack auf das, was noch folgen würde. So mancher Knalleffekt lässt dabei nicht nur den ein oder anderen im Publikum zusammenzucken, sondern sorgt letztendlich auch dafür, dass sich die in der Nähe lagernden Gänse schließlich ein anderes Nachtlager besorgen und aufgeschreckt über das Amphitheater hinweg fliegen. Das dürften aber nur wenige Fans mitbekommen haben, zu fesselnd war das Geschehen auf der Bühne. Frontmann Rhein weiß mit seinem Publikum umzugehen, bezieht es immer wieder ein und darf sich so auch zumindest beim Refrain im Lied „Spielmannsfluch“ entspannt zurück lehnen, da die Fans hier den Gesang lautstark für ihn übernehmen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 26. August.

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