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Frühe Reaktion auf Warnsignale

Kreis will mit der bis Sonntag, 18. April, geltenden nächtlichen Ausgangssperre das Infektionsgeschehen wieder nachverfolgen können

05 Apr 2021 / 21:05 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Aufgrund der aktuellen Pandemielage hat der Verwaltungsstab des Main-Kinzig-Kreises zusätzlich zu den vom Land Hessen in der vergangenen Woche beschlossenen Verschärfungen erneut eine nächtliche Ausgangssperre ab dem heutigen Abend für den Kreis beschlossen (die GNZ berichtete). Diese soll nun ab Dienstag, 6. April, vorerst bis Sonntag, 18. April, gelten. „Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, die mit einer deutlich ansteckenderen Virusvariante zu tun haben und einem Infektionsgeschehen, das wir zunehmend nicht mehr nachverfolgen können. Die Ausgangssperre ist kein Allheilmittel, aber sehr wohl ein Mittel, um Mobilität zu begrenzen und Kontakte zu beschränken und somit einer Virusverbreitung entgegen zu wirken“, erklären Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann nach der Videokonferenz des Verwaltungsstabs am Ostermontag.

Zwar sei die Ausgangssperre vom Land Hessen im Eskalationskonzept erst mit Erreichen eines Inzidenzwerts von 200 an drei aufeinander folgenden Tagen verpflichtend vorgesehen, die Landkreise und kreisfreien Städten seien jedoch schon vorher ausdrücklich dazu aufgefordert, frühzeitig weiterführende Einschränkungen zu beschließen, um die Verbreitung des SarsCoV-2–Virus einzudämmen – wenn die Infektionslage dies erforderlich macht.

„Genau das ist im Main-Kinzig-Kreis der Fall. Wir registrieren eine ganze Reihe von Warnsignalen“, unterstreicht Landrat Thorsten Stolz. „Denn wir liegen nicht nur deutlich über dem hessenweiten Inzidenzwert, sondern auch über dem des Bundes. Die vom Land Hessen beschlossenen Verschärfungen haben noch keine Wirkung gezeigt, im Gegenteil, der Sieben-Tages-Wert für den Main-Kinzig-Kreis ist in der zurückliegenden Woche kontinuierlich gestiegen und hat am Karfreitag einen Wert von 183 erreicht. Das heißt, wir müssen reagieren“, verdeutlicht Stolz.

Mehr in der GNZ vom Dienstag, 6. April.

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