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Hanau zwischen Wut und Trauer

Hunderte Menschen gedenken Opfer der Terroranschläge

21 Feb 2020 / 21:01 Uhr
Hanau (mab). Zwei Tage nach dem verheerenden Anschlag mischen sich in Hanau Trauer, Wut und Alltagssorgen. Nach der großen Mahnwache am Donnerstagabend sind gestern rund 200 Menschen dem Aufruf des Hamburger Filmemachers Grigorij Richters zu einer Menschenkette auf dem Markplatz gefolgt. Am Abend setzte sich ein mehr als 600-köpfiger Trauermarsch vom Heumarkt, dem Ort des ersten Anschlags, zum zweiten Tatort nach Kesselstadt in Bewegung.

Beim Anblick der Innenstadt weist an diesem Freitag nicht viel darauf hin, dass Hanau zwei Tage zuvor Schauplatz zweier rassistischer Angriffe geworden ist, bei denen insgesamt neun Menschen mit Migrationshintergrund ihr Leben verloren haben. Die Geschäfte sind nicht schlechter besucht als sonst. Allenfalls die zahlreichen Polizeiautos, Kameras und Reporter passen nicht ins gewohnte Stadtbild. Ungeachtet dessen sind die Restaurants und Cafés gut gefüllt. Vorherrschendes Thema sind die Anschläge von Mittwochnacht.

Mehr: GNZ vom 22. Februar.

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