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Harald Schmid zum Olympia-Boykott

Vor 40 Jahren brachte ein NOK-Beschluss Gelnhausens Leichtathletik-Legende um die große Medaillenchance

14 Mai 2020 / 11:46 Uhr
Gelnhausen. Am 15. Mai 1980 zerplatzt der Olympia-Traum Hunderter bundesdeutscher Spitzenathleten. Das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Bundesrepublik Deutschland beschließt, sich dem Boykott der USA anzuschließen und keine Mannschaft zu den Sommerspielen in Moskau zu entsenden. Es ist eine Niederlage des Sports gegen die Politik. Am 27. Dezember 1979 ist die Sowjetarmee in Afghanistan einmarschiert. Ein seitens der USA verhängtes Ultimatum zum Abzug der Soldaten bis zum 20. Februar 1980 lässt die Kreml-Führung verstreichen. Auf Empfehlung des US-Präsidenten Jimmy Carter erklärt das NOK der USA am 12. April 1980 den Verzicht auf die Teilnahme an den Spielen in Moskau. Das deutsche NOK schließt sich diesem Boykott am 15. Mai 1980 an. Der mit 59:40 Stimmen getroffene Beschluss trifft den damals 22-jährigen Harald Schmid besonders hart.

Deutschlands Sportler des Jahres 1979, der für den TV Gelnhausen startete, wollte sich mit US-Olympiasieger Edwin Moses über die 400 Meter Hürden ein Duell um den Gewinn der Goldmedaille liefern. Beide stehen durch den Boykott-Beschluss plötzlich mit leeren Händen da. 40 Jahre später erinnert sich Schmid im Interview an jene historischen Tage. Lesen Sie die Erinnerungen und Einschätzungen der heimischen Leichtathletik-Ikone in der GNZ vom 15. Mai.

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