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„Huxit“ ist das GNZ-Wort des Jahres

158 GNZ-Leser schicken regionale Vorschläge an die Redaktion

04 Jan 2019 / 16:43 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (wel). „Huxit“ ist von den Lesern der GNZ zum regionalen Wort des Jahres 2018 gewählt worden. Der prägende Begriff der vergangenen zwölf Monate aus heimischer Sicht folgt damit auf „Monsterbrücke“ (2017), „Bahntrasse“ (2016), „Barbarossa City Outlet“ (2015), „Zivilcourage“ (2014), „Windkraft“ (2013), „Kraulverbot“ (2012), „Fluglärm“ (2011) und die seinerzeit geplante „Golfplatzerweiterung“ (2010) rund um Hof Trages bei Somborn.

Streng genommen war die Zukunft der noch immer leerstehenden Joh-Immobilie in Gelnhausen das beherrschende Thema der Leserzuschriften. Fast die Hälfte von ihnen (71) äußerten sich zu dem Dauerbrenner, der wie kein anderer die Diskussionen in der Barbarossastadt beherrscht, und das nun bereits seit Jahren. Einzig der Umstand, dass mehrere verschiedene Bezeichnungen sich um „Joh“ drehten, sorgte dafür, dass besagtes Thema nicht zu dem einen GNZ-Wort des Jahres wurde. Vorschläge waren beispielsweise „Stillstand“, „Outlet-Irrsinn“, „Joh-Immobilie“ oder auch „Joh-Debakel“.

So machte am Ende der „Huxit“ mit 43 „Stimmen“ das Rennen. „Huxit ist mein persönliches Wort des Jahres, da es eine überaus gelungene Analogbildung zum Kunstwort Brexit darstelt und auch ebensolche Problematik brigt“, schreibt GNZ-Leserin Gertraude Schön aus Gelnhausen, hier stellvertretend für viele andere Zuschriften aufgeführt.

Die Hanauer Stadtverordneten votierten im August einstimmig dafür, dass sich die Brüder-Grimm-Stadt auf den Weg in die Kreisfreiheit machen wird. Summa summarum haben damit inklusive Magistrat, Ortsbeiräten und Vertretern des Ausländerbeirats 149 Hanauer Kommunalpolitiker „Ja“ zur Kreisfreiheit gesagt. Der offizielle Startschuss für das epochale Projekt war damit gefallen, und Hanau schickt sich an, nach Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Kassel die sechste kreisfreie Stadt in Hessen zu werden. Das Ganze freilich nicht ohne Gegenwind. Bis heute ist unklar, ob der „Huxit“ tatsächlich Wirklichkeit wird oder am Ende doch noch gestoppt wird.

Ein Thema, das unsere Leser 2018 ebenfalls beschäftigt hat, war das „Diesel-Fahrverbot“, das in dieser oder ähnlicher Form (wie zum Bespiel „Diesel-Dilemma“) 23-mal an die Redaktion geschickt wurde. „Ich bin betroffen als Berufspendler“, schreibt beispielsweise Peter Siebert aus Biebergemünd. „Erst werden die Diesel-Autos mit großem Tam-Tam verkauft (Umwelt), dann stellt sich heraus, dass alles Betrug ist (Schadstoffausstoßwerte manipuliert), und schließlich ist der Käufer der Dumme, weil er nicht mehr mit seinem Fahrzeug (überall hin) fahren darf.“

Auch die „Monsterbrücke“ wurde, wie schon 2017, wieder mehrfach genannt, ebenso die „Datenschutzgrundverordnung“, die „Hausarztversorgung“ oder die „Kita-Gebühren“. Unsere Leserin Sabine Hofmann aus Gelnhausen schlug hingegen einen Begriff vor, das so gar nicht nach „Wort des Jahres“ klingt: „Stadtverordnetenversammlung“. Ihre Begründung jedoch ist durchaus nachvollziehbar: „Gerade gegen Ende des Jahres war das Interesse der Gelnhäuser Bürger an dieser Versammlung so groß wie wohl selten in der Geschichte unserer Stadt.“

An die Wahl zum GNZ-Wort des Jahres war auch dieses Mal ein Gewinnspiel gekoppelt. Folgende Leser dürfen sich ab 1. Februar über jeweils ein Drei-Monats-Abonnement unserer Tageszeitung freuen (beziehungsweise über eine entsprechende Gutschrift, falls die Gewinner bereits Abonnenten sind): Christa Gottfried aus Linsengericht, Thorsten Born aus Gelnhausen und Utta Grauel aus Bad Orb. Unsere Gewinner bekommen im Laufe der nächsten Tage noch Post von uns. Wir bedanken uns bei allen Lesern fürs Mitmachen!

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