SUCHE

In den Charts vor Helene Fischer

Die Ravolzhäuser Sängerin Alicia Alva lebt ihren Traum

02 Aug 2019 / 15:31 Uhr
Neuberg-Ravolzhausen (tmb). So richtig glauben kann Alicia Alvarez ihr Glück noch nicht. Die 25-jährige Ravolzhäuserin, Schwester von Profifußballer Marcos Alvarez, hat im Juni unter dem Künstlernamen „Alicia Alva“ ihre erste Single herausgebracht. Der Popschlager „Tu Corazón“ kletterte im Nu die Charts hinauf – für die ausgebildete Musicaldarstellerin erfüllt sich ein Kindheitstraum.

Die große Chance in ihrem Leben kam im Frühjahr, als sie ins Studio von Produzent Stefan Stieber (Alzenau) ging, um ein paar Songs aufzunehmen. „Nur ein paar Coversongs und mehr für mich, als Demo, um mich zu bewerben.“ Er bat sie, einen Schlager einzusingen, den er eigentlich für jemand anderen bereitliegen hatte. „Das machte mir Spaß, und er fand es gut.“ Ein paar Wochen später habe Stieber sie angerufen – er wolle gerne mit ihr zusammenarbeiten. „Ich war erst skeptisch: Ich als Latina sollte Schlager singen?“, meint die Tochter eines Spaniers und einer Halb-Italienerin. „Ich wollte etwas finden, das glaubwürdig ist, und so kamen wir auf Schlager mit spanischem Flair.“ Der Produzent schickte ihr ein paar Lieder, und als die Melodie von „Tu Corazón“ das erste Mal im elterlichen Wohnzimmer in Ravolzhausen erklang, war sich die Familie einig: „Das ist es!“ Mit dem Text sah es noch etwas anders aus. „Mein Produzent kann kein Spanisch“, verrät Alicia Alvarez. „Er sagte zu mir, er habe ein paar Zeilen mit dem Google-Übersetzer zusammengestellt. Als ich den Text sah, meinte ich: Ich weiß nicht, welche Sprache du bei Google eingestellt hattest, aber Spanisch war es nicht...“

Die Sängerin setze sich mit ihren Eltern zusammen und machte sich ans Texten. Im April produziert, wurde das Lied im Juni veröffentlicht und begann sofort, die Charts hinaufzuklettern. „Am ersten Tag stand ich auf Platz 33 der iTunes-Charts, da stand mein Name vor Helene Fischer. Ich starrte auf mein Handy und dachte: Was passiert da in meinem Leben?“

Mehr dazu lesen Sie am Samstag, 3. August, in der GNZ.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4