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Infektionen an mehreren Schulen

Corona-Ausbruch im Raum Schlüchtern

20 Sep 2021 / 19:44 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Der Main-Kinzig-Kreis hat gemeinsam mit Schul- und Kita-Leitungen im Raum Schlüchtern über einen größeren Coronavirus-Ausbruch informiert. Hintergrund ist eine hohe Zahl an Fallmeldungen am Wochenende, die möglicherweise auf eine gemeinsame Infektionsquelle zurückzuführen sind.

„Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr hat am Samstag mit den Ermittlungen begonnen, zu denen wir bisher nicht viel mehr sagen können, als dass es Coronavirus-Infektionen an mehreren Schulen und auch an einer oder mehreren Betreuungseinrichtungen gegeben hat. Wir können aber aufgrund dieser einen wesentlichen Gemeinsamkeit bei mindestens 28 Neuinfizierten annehmen, dass sie sich vergangene Woche auf einer Busfahrt angesteckt haben. Ein großer Teil der Kinder besucht die Bergwinkel-Grundschule“, erläutert Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Noch am Sonntag habe der Verwaltungsstab in einer außerordentlichen Sitzung die Lage beraten und in die weitere Recherche des Ausbruchs auch den Betreiber der Buslinie eingebunden. Bei den Schulen und Kitas, die entlang der Buslinien liegen, haben der Kreis und die jeweiligen Leitungen zudem die Lehrerschaft, Schülervertreter und Eltern informiert. Es gelte weiterhin „die klare Empfehlung, Kinder mit Erkältungssymptomen so rasch wie möglich testen zu lassen und symptomatische Kinder nicht in die Schule zu senden“, heißt es in einem Brief, der am Sonntag an die Schulgemeinden verschickt worden ist.

Des Weiteren verfügte der Main-Kinzig-Kreis noch am Montag, dass an allen neun Schulen, die von den in Frage stehenden Buslinien angefahren werden, die Maskenpflicht wie in den ersten beiden Schulbesuchswochen vorerst fortgesetzt wird. Ebenso gilt dort bis auf Weiteres die Verpflichtung zu täglichen Schnelltests. Betroffen sind die Stadtschule, die Bergwinkel-Grundschule, die Grundschule in Vollmerz, das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, die Kinzig-Schule und die Heinrich-Hehrmann-Schule in Schlüchtern, die Henry-Harnischfeger-Schule in Bad Soden-Salmünster, die Brüder-Grimm-Schule in Steinau und die Verbundschule Wallroth-Hintersteinau in Hintersteinau.

Erste Schulen wurden bereits am Wochenende um eine frühzeitige, gegebenenfalls vorgezogene Testung der Schüler in den Klassen gebeten, möglichst direkt zu Schulbeginn. Bis Montagmittag erhielt der Main-Kinzig-Kreis Kenntnis von 30 positiven Schnelltests. Die Kinder werden nun mittels PCR-Tests noch genauer untersucht. Die Ermittlungen des zuständigen Amts gehen unvermindert weiter, wobei der Kreis davon ausgeht, dass am Dienstag und Mittwoch zusätzliche positive Laborbefunde rund um dieses Ausbruchsgeschehen eintreffen werden. In seiner Sitzung am Montagmorgen hat der Verwaltungsstab daher entschieden, die vorsorglichen Testungen und Schutzmaßnahmen auf einen größeren Radius auszuweiten. „Wir können nicht ausschließen, dass es auch noch andere Übertragungswege, eine Weiterverbreitung innerhalb oder außerhalb der Einrichtungen oder gar Infizierte in weiteren Schulen oder Kitas gegeben hat, die bisher noch nicht im Zusammenhang mit diesem Ausbruchsgeschehen standen“, betont Susanne Simmler. Der Main-Kinzig-Kreis bittet darüber hinaus alle Pendler, die vergangene Woche mit Bussen der Linien MKK 90, MKK 91, MKK 95 oder MKK 98 unterwegs gewesen sind und nun Erkältungssymptome aufweisen, sich schnellstmöglich auf das Coronavirus testen zu lassen.

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