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Jeder Liter zählt

In Zeiten der Wasserknappheit und explodierender Energiepreise gehen Kommunen auch bei ihren Schwimmbädern neue Wege: Ein kreatives Beispiel aus Bruchköbel

22. September 2022 / 22:14 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (dan). Anhaltende Trockenheit, über Monate ausbleibender Regen, Wasserknappheit, explodierende Energiepreise: Auch die heimischen Kommunen sind in diesen Zeiten mit schwierigen Fragen konfrontiert, wenn es darum geht, möglichst viel Energie einzusparen oder sorgsam mit knappen Ressourcen umzugehen. Eine wohl bundesweit einmalige Aktion hat deshalb die Stadt Bruchköbel ergriffen – und das Wasser aus dem Freibad kurzerhand durch die Feuerwehr ins Hallenbad umpumpen lassen. Mehr als 750 000 Liter Wasser können so weiterverwendet werden.

Dass die gesamte Füllmenge eines Schwimmbeckens im Zuge der Energiekrise recycelt wird, ist so bisher wohl bundesweit einmalig. Die Stadt Bruchköbel hatte überlegt, wie sie Energie einsparen und einen Beitrag zur Energiekrise leisten kann. Denn auch Wasser ist ein kostbarer Rohstoff und kann wiederverwendet werden.

Daher wurde die Feuerwehr am Mittwochmorgen mit mehreren Pumpen und Hunderten Metern Schlauchleitung zum Schwimmbad angefordert. Dort wurden die Pumpen am Freibad stationiert und Saugleitungen zu Wasser gelassen. Insgesamt galt es, rund 760 000 Liter Wasser aus dem Freibad in das benachbarte Hallenbad zu fördern. Die Entfernung zwischen Frei- und Hallenbad musste über die langen Schlauchleitungen zurückgelegt werden. Fünf Stunden förderten die Pumpen das Wasser ins Hallenbad, wo es nun recycelt und aufbereitet wird.

Mehr in der GNZ vom Freitag, 23. September.

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