SUCHE

Jeder Zehnte trinkt zuviel

DAK-Gesundheitsreport untersucht Suchtprobleme als Schwerpunkt

10 Sep 2019 / 15:41 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Der Krankenstand im Main-Kinzig-Kreis ist 2018 gleich geblieben. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen lagen exakt auf dem Vorjahresniveau. Mit 4,5 Prozent gab es in der Region jedoch einen höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,3 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit von 1.000 Arbeitnehmern an jedem Tag des Jahres 45 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Hessen wurde mit 5 Prozent in den Landkreisen Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg und Gießen gemessen, der niedrigste mit 3,7 Prozent in Frankfurt.

Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunkt „Sucht 4.0 – Trinken , Dampfen, Gamen in der Arbeitswelt“, wie viele Erwerbstätige in Hessen mit gravierenden Problemen durch Alkohol, Zigaretten und Computerspiele zu kämpfen haben. Die Kasse wirft dabei einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren. Für das Schwerpunkthema wertete das IGES-Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen Mitglieder der DAK-Gesundheit in Hessen aus – flankiert von Analysen der ambulanten und stationären Versorgung. Eine repräsentative Befragung von 5.600 Beschäftigten und eine Expertenbefragung geben Aufschluss über die Verbreitung und den Umgang mit den verschiedenen Suchtmitteln und Verhaltensweisen. Das Fazit: Hunderttausende hessische Beschäftigte haben ein Suchtproblem. Konkret bedeutet das: 326.000 Arbeitnehmer zeigen einen riskanten Alkoholkonsum – das ist jeder zehnte Beschäftigte. 336.000 Erwerbstätige sind hierzulande zigarettenabhängig. Erstmals untersucht der DAK-Report das Thema Computerspielsucht in der Arbeitswelt. Ergebnis: Rund 290.000 Erwerbstätige in Hessen zeigen ein riskantes Nutzungsverhalten.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch, 11. September, in der GNZ.

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