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Kandidatur mit Signalcharakter

Nach Hanauer Anschlag: Abdullah Unvar will für die SPD in den Bundestag einziehen

11 Okt 2020 / 19:59 Uhr
Main-Kinzig-Kreis/Hanau (mab). Beim Hanauer Anschlag vom 19. Februar hat er seinen Cousin verloren. Jetzt will Abdullah Unvar ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzten und für die SPD in den Bundestag einziehen. Bei einem Pressegespräch am Freitag hat er seine Ambitionen für die Nachfolge von Sascha Raabe im Wahlkreis 180 öffentlich gemacht.

Noch vor einem Jahr hätte sich Abdullah Unvar noch nicht vorstellen können, sich als Kandidat für den Bundestag zu bewerben. „Aber es braucht für solche Entscheidungen nicht immer lange Überlegungen. Manchmal reichen tiefgreifende Ereignisse, die das eigene Leben, das Leben der Familie, von Freunden, Bekannten und Verwandten erschüttern“, sagte der 33-jährige Sozialdemokrat beim Pressegespräch in Maintal.

In Unvars Leben war dieses Ereignis das rassistisch motivierte Attentat in Hanau. Am 19. Februar verlor sein Cousin Ferhat am zweiten Anschlagsort das Leben. Danach war für die kurdischstämmige Familie nichts mehr wie zuvor. Die Bilder der trauernden Angehörigen gingen um die Welt und Abdullah Unvar beschloss, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Mit der Ankündigung des SPD-Bundestagsabgeordneten Sascha Raabe, nicht erneut zu kandidieren, bot sich die passende Chance.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ am Montag, 12. Oktober

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