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Kontakte möglichst reduzieren

Ziel: Gemeinsam die Ausbreitung der Omikron-Variante verlangsamen

30. Dezember 2021 / 16:19 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Die Corona-Inzidenz im Main-Kinzig-Kreis lag heute bei 187 und damit deutlich niedriger als noch vor einer Woche. Die Situation in den heimischen Kliniken ist indes nahezu unverändert mit 53 Covid-Patienten, davon acht an Beatmungsgeräten. Allerdings bilden diese Werte aufgrund der Feiertage und der daraus resultierenden Verzögerung bei den laborbestätigten Neuinfektionen die Lage nur unzureichend ab, wie die Kreisspitze unterstreicht.

„Die derzeitigen Zahlen sind auch im Main-Kinzig-Kreis, wie im Rest der Republik, mit einiger Vorsicht zu sehen“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. „Ob der allgemeine Trend verlässlich ist, wird sich erst im neuen Jahr zeigen, wenn die Hausarztpraxen und Labore wieder ihren normalen Betrieb aufgenommen haben.“ Von den derzeit wegen weniger Tests und Meldungen nur eingeschränkt aussagekräftigen Daten zum Infektionsgeschehen solle man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen lassen, das belege die Entwicklung in anderen Ländern eindrücklich. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass es ganz schnell losgehen kann und dann sehr stark wird.“

Wichtigstes Ziel sei weiterhin, die Verbreitung der Omikron-Variante im Main-Kinzig-Kreis mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verlangsamen. Dies sei kein Selbstzweck, sondern notwendig, um das Gesundheitssystem nicht sprunghaft noch mehr zu belasten, als derzeit schon, und vor allem alle Strukturen aufrechtzuerhalten. „Ich weiß, dass es uns manches Mal so vorkommt, als würden die Hinweise und Apelle immer die gleichen sein und sich nicht ändern. Das ist leider auch so, denn den Schlüssel dazu haben wir alle selbst in der Hand. Dazu gehört als wichtigster Baustein nach wie vor das Impfen, egal ob Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung“, appelliert die Gesundheitsdezernentin. „Daher gelten verschärft die bekannten Maßnahmen, dass wir weiterhin – wo immer möglich – Abstand zu anderen Menschen halten und die Hygieneregeln befolgen, auch wenn uns das schwerfällt. Wir wissen aus anderen Ländern, dass die Übertragbarkeit mit der Omikron-Variante noch schneller und leichter ist. Das muss uns dazu anhalten, alle nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren – auf der Arbeit, aber auch im privaten Umfeld. In den kommenden Wochen ist das angesichts einer Virusvariante, die deutlich ansteckender ist als die bisherigen, wichtiger denn je.“

Regelungen zum Silvesterabend und zu Neujahr

Ein weiterer Baustein zur Eindämmung der Virusverbreitung ist die Regelung, dass an Silvester und Neujahr auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen keine Feuerwerkskörper ab Kategorie 2 abgebrannt werden dürfen. Der Main-Kinzig-Kreis hat deshalb die vom Land Hessen beschlossene Regelung umgesetzt und in einer Allgemeinverfügung alle belebten Plätze und Straßen aufgelistet, die unter die Verbotsregelung fallen. Die entsprechenden Örtlichkeiten wurden von den Städten und Gemeinden mitgeteilt und finden sich im Internet auf der Seite www.mkk.de unter der Rubrik „Aktuelles“ („Amtliche Bekanntmachungen“).

Die Impf- und Booster-Kampagne im Main-Kinzig-Kreis läuft weiter auf Hochtouren. Vielerorts ist es dank der Vielzahl an Angeboten möglich, ohne große Wartezeit schnell eine Schutzimpfung zu erhalten. So wurde auch an den Feiertagen und „zwischen den Jahren“ in den Impfstellen des Main-Kinzig-Kreises geimpft. „Allen Menschen, die an diesen Tagen mitgeholfen haben, die Impfkampagne voran zu bringen, möchte ich meinen Dank aussprechen. Sie haben es ermöglicht, dass gerade dann Kapazitäten in der Impfkabine bereitgestellt werden konnten, wenn viele Menschen Zeit dafür haben“, sagt Susanne Simmler. In diesem Zusammenhang bittet der Main-Kinzig-Kreis darum, bereits bestätigte Impftermine unbedingt wieder abzusagen, wenn sie nicht mehr benötigt werden, damit die Termine nicht ungenutzt bleiben.

Einen Überblick über Impftermine gibt es unter www.mkk.de im „CoroNetz“ in der Rubrik „Dein Pflaster“. Neben den Impfstellen in Hanau, Langenselbold, Gelnhausen, Wächtersbach und Schlüchtern gibt es in der kommenden Neujahrswoche auch mobile Aktionen in Lieblos. Dort macht die Aktion „Dein Pflaster“ an drei Tagen Station: am 5. und 7. Januar von 13 bis 18 Uhr und am 6. Januar von 13 bis 19 Uhr, jeweils im Gemeinschaftshaus in Lieblos. Hierfür sind keine Terminvereinbarungen nötig.

Der Main-Kinzig-Kreis hat das Angebot an Impfstellen und mobilen Impfaktionen stetig erweitert. So gibt es neben den stationären Impfstellen regelmäßig mobile Aktionen, die es Impfwilligen auch ohne Termin ermöglichen, bequem und wohnortnah eine Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung zu bekommen. Außerdem gibt es zahlreiche kostenlose Schnelltestmöglichkeiten, die insbesondere vor Treffen mit der Familie oder Freunden genutzt werden sollten, unabhängig vom Impfstatus.

Für Besucher der Kreisverwaltung und aller Außen- und Servicestellen gilt die 3-G-Regel (geimpft, genesen, getestet), außerdem muss eine FFP-Maske getragen werden. Die persönliche Vorsprache ist nur mit Terminvereinbarung möglich. All das soll den Schutz vor einer Ansteckung für die Mitarbeiter, aber auch für die Besucher gewährleisten.

Kreis meldet 128 Neuinfektionen

Vergangene Woche wurden im Main-Kinzig-Kreis 787 Neuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst. Als aktuell infektiös gelten 1 749 Menschen. Die 128 Neuinfizierten kommen aus Bad Orb (5), Bad Soden-Salmünster (4), Biebergemünd (1), Birstein (1), Bruchköbel (6), Erlensee (5), Freigericht (1), Gelnhausen (7), Großkrotzenburg (1), Gründau (5), Hanau (28), Hasselroth (4), Jossgrund (1), Langenselbold (10), Linsengericht (2), Maintal (21), Nidderau (3), Rodenbach (4), Schlüchtern (6), Schöneck (2), Steinau (9) und Wächtersbach (1). Ein Fall wurde noch nicht zugeordnet. Die Hospitalisierungsinzidenz in Hessen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) heute mit 2,69 angegeben. Landesweit waren 287 Intensivbetten belegt.

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