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Krankenstand steigt während Corona

Wert von 4,8 Prozent höher als im Landesdurchschnitt

14 Okt 2020 / 16:55 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Der Krankenstand im Main-Kinzig-Kreis ist im ersten Halbjahr 2020 gestiegen. Die Zahl der Erkrankungen nahm während der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 Prozentpunkte zu. Mit 4,8 Prozent gab es in der Region zudem einen höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt (4,2 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag von 1.000 Arbeitnehmern 48 krankgeschrieben. Im gesamten Vorjahr 2019 betrug der Krankenstand im Main-Kinzig-Kreis 4,6 Prozent. Der höchste Krankenstand 2019 in Hessen wurde mit 5,2 Prozent in den Landkreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg verzeichnet, der niedrigste mit 3,6 Prozent in Frankfurt.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Main-Kinzig-Kreis zeigt die Entwicklung des Krankenstands im vergangenen Jahr und die wichtigsten Veränderungen im ersten Halbjahr 2020 auf. Hier wird deutlich, wie sich die Anzahl und Dauer der Krankschreibungen während der Corona-Krise in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres veränderten. Die meisten Ausfallstage entfielen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen, zu denen Rückenleiden gehören. Sie stiegen im ersten Halbjahr zudem um 20 Prozent an und verursachten damit den größten Anteil am Krankenstand in der Region. Die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände stiegen um rund fünf Prozent. Besonders im Blickfeld stehen Atemwegserkrankungen aufgrund der Regelung des Gemeinsamen Bundesausschusses, wonach sich Patienten mit leichten Erkältungssymptomen von März bis Ende Mai telefonisch krankschreiben lassen konnten. Die Auswertung des DAK-Gesundheitsreports für das erste Halbjahr 2020 zeigt für den Main-Kinzig-Kreis, dass die Fehltage bei Atemwegserkrankungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar von 144 Tage je 100 Versicherte auf 162 Tage zunahmen, aber immer noch unterhalb des Wertes aus dem Grippejahr 2018 lagen (185 Tage).

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 15. Oktober, in der GNZ.

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