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Kreis überschreitet nächste Warnstufe

Corona: Verwaltungsstab bereitet weitere Maßnahmen vor

16 Okt 2020 / 15:35 Uhr

Main-Kinzig-Kreis (re). Der Main-Kinzig-Kreis hat am Freitag die dritte Corona-Warnstufe überschritten. 39 neue Infektionsfälle wirken sich auf den für das Mehrstufenkonzept maßgeblichen Inzidenzwert aus, der nun bei 40 liegt. „Mit Überschreiten der nächsten Schwelle müssen wir nun eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg bringen, die zwischen Bund und Ländern und zwischen Land Hessen und den Kreisen am Donnerstag vereinbart worden sind“, sagt Landrat Thorsten Stolz. „Es geht klar darum, die Corona-Pandemie beherrschbar zu halten, das Wiederanfahren der Wirtschaft nicht zu gefährden sowie Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen offenzuhalten. Dazu ist es notwendig, private Kontakte zu reduzieren. Hier setzen die Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern an.“

Konkret gilt ab Montag zum Wiederbeginn des Unterrichtsbetriebs die Maskenpflicht in Schulen ab der fünften Jahrgangsstufe. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat der Kreis am Freitag herausgegeben, sie tritt zum Montag für zunächst
14 Tage in Kraft. Der Verwaltungsstab des Kreises bringt darüber hinaus am Wochenende – auf Grundlage der Bund-Länder-Vereinbarungen – weitere Verschärfungen in eine rechtssichere Form, die zeitnah in Kraft treten sollen: Für Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis im öffentlichen Raum gilt eine Begrenzung auf höchstens 25 Personen. Für Feiern im privaten Raum gilt die dringende Empfehlung, sie auf 15 Personen zu begrenzen. In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr. Die Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen wird weiter begrenzt.

Der Kreis erwartet noch das überarbeitete Eskalationskonzept des Landes Hessen, das zum Wochenende angekündigt ist. Daraus abgeleitet, werden weitere Maßnahmen konkretisiert. „Wir wollen mit der kurzfristigen Einführung der Maskenpflicht im Unterricht den sensiblen Bereich Schule besser schützen“, so Landrat Stolz. „Darüber hinaus müssen wir es schaffen, eine Weiterverbreitung im privaten und Freizeitbereich deutlich zu reduzieren. Noch sind wir von Inzidenzwerten wie in Frankfurt und Offenbach entfernt. Aber die Entwicklung bei uns ist äußerst dynamisch und muss mit Blick auf die Tendenzen im Rhein-Main-Gebiet als sehr besorgniserregend eingestuft werden.“

Die Neuinfizierten wohnen in Hanau (14), Maintal (8), Nidderau, Schöneck (je 3), Gründau (2), Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Birstein, Freigericht, Gelnhausen, Hammersbach, Langenselbold, Linsengericht und Wächtersbach. Die Gesamtzahl der Fälle seit Ausbreitung im März stieg auf 1.686, davon gelten 1.281 als genesen. 352 Fälle sind „aktiv“. Stationär behandelt werden derzeit acht Patienten aus dem Main-Kinzig-Kreis.

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