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Lebenslang wegen Mordes

Steinauerin zerstückelte ihren Partner mit der Motorsäge

31 Jan 2019 / 16:57 Uhr

Steinau/Hanau (dpa/lhe). In dem spektakulären Fall um einen getöteten und mit einer Motorsäge zerstückelten Mann hat das Hanauer Landgericht heute Nachmittag die angeklagte Partnerin des Opfers wegen Mordes verurteilt. Die Frau muss lebenslang ins Gefängnis. Eine von der Angeklagten angeführte Notwehr hielt das Gericht für nicht plausibel.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 35-Jährige ihren arglosen Partner während seines Mittagsschlafs mit mehr als 30 Stichen mit einem Küchenmesser erstochen und seine Leiche dann mit zwei Kettensägen zerstückelt hat. „Man hat sich seines Partners planmäßig entledigt“, resümierte der Richter. Das Mordkennzeichen der Heimtücke sei erfüllt.

Das Motiv der Tat im Juni 2018 in Steinau blieb Prozessbeobachtern und dem Gericht weitgehend ein Rätsel. Die Tatsache, dass die Frau auf ihrer Flucht nach dem Mord mehrfach mehrere Hundert Euro vom Konto ihres Partners abhob, reichte dem Staatsanwalt nicht als Begründung. „Was wir nicht so ganz verstehen, ist, was in ihrem Kopf vorgegangen ist. Leider können wir in den Kopf nicht reinschauen“, sagte der Richter. Die Frau mit blondem Zopf verfolgte relativ regungslos und vom Zuschauerraum abgewandt die mehr als einstündige Urteilsbegründung.

Das Gericht zeichnete ein chaotisches Bild ihrer Person: Sieben Kinder von drei verschiedenen Männern wurden ihr alle abgenommen, straffällig wurde sie wegen Betrugs und Urkundenfälschung, eine Arbeit hat sie nie lange ausgeübt. Ihr später ermordeter Partner half ihr, aus dem Gefängnis auf Bewährung herauszukommen, indem er sie bei sich einziehen ließ.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag, 1. Februar, in der GNZ.

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