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Leichtes Aufatmen in Altenheimen

Nur vereinzelte Corona-Fälle in stationären Einrichtungen

12 Feb 2021 / 16:45 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat für Donnerstag 49 laborbestätigte Neuinfektionen mit dem SarsCoV-2-Virus und einen weiteren Todesfall aus Langenselbold gemeldet. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Main-Kinzig-Kreis liegt unverändert bei 73. „Das Infektionsgeschehen im Main-Kinzig-Kreis ist weiter rückläufig, bewegt sich jedoch immer noch auf einem hohen Niveau“, kommentiert die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler die Situation.

Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass derzeit in den stationären Pflegeeinrichtungen lediglich vereinzelte neue Coronavirus-Fälle vom Gesundheitsamt registriert würden. Hier gelte es weiterhin, sehr genau die notwendigen Maßnahmen umzusetzen. Auch die Unterstützung der Bundeswehr in den Heimen der Altenpflege und Eingliederungshilfe seien hier ein derzeit noch wichtiger Baustein, wofür sich Simmler bedankt.

Gleichzeitig haben mit Ablauf des heutigen Freitags die mobilen Impfteams alle 45 stationären Einrichtungen für Erstimpfungen besucht. Besonders weist Simmler nochmals darauf hin, dass es dennoch möglich sei, dass Menschen aus der Personengruppe mit der höchsten Priorisierung, die in der ersten Runde noch nicht dabei sein wollten oder konnten, sich noch nachträglich anmelden können.

„Ein weiterer Bereich, den wir nun vorrangig abschließen werden, sind die Tagespflegestätten und die Mitarbeiter der ambulanten Dienste“, berichtet die Gesundheitsdezernentin. „Hier haben wir mit den Arbeitgebern in den vergangenen Wochen die Vorarbeit geleistet, sodass jetzt mit den regionalen Strukturen und den mobilen Teams auch hier kurzfristig den betroffenen Personengruppen Impfangebote zusätzlich zu der normalen Terminvergabe in den Testzentren gemacht werden können, um die Immunisierung gegen das Coronavirus voranzutreiben.“ Der Umfang der Impfungen sei weiterhin stark abhängig von aktuellen Impfstofflieferungen durch das Land.

Wie überall in Deutschland, treten auch im Main-Kinzig-Kreis vereinzelt besorgniserregende Virusvarianten, sogenannte Mutationen, auf, die im Verdacht stehen, ansteckender als andere Virusvarianten zu sein. Die Maßnahmen – Kontaktpersonennachverfolgung und Quarantäne – seien zwar die gleichen, es werde aber noch strenger auf die Einhaltung geachtet. Simmler wirbt in diesem Zusammenhang und trotz sinkender Zahlen für Vorsicht. „Es gilt auch die bisher durch uns alle geschafften Erfolge nicht zu verspielen“, so die Dezernentin. Das Zusammenspiel aus gebotener Vorsicht aufgrund der Erkenntnisse auch im Zusammenhang der Virusvarianten und der Zuversicht in Form von derzeit sinkenden Infektions- und steigenden Impfzahlen leite derzeit die Entscheidungen auch im Main-Kinzig Kreis.

Das Gesundheitsamt hat außerdem einen Coronavirus-Fall registriert, von dem die Brüder-Grimm-Schule in Hanau betroffen ist. Nachdem sieben Fälle nachträglich in die Statistik aufgenommen worden sind, liegt die Gesamtzahl der Personen aus dem Main-Kinzig-Kreis, die sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben, bei 13.995. Als infektiös eingestuft werden aktuell 684 Menschen, 12.899 haben die akute Virusinfektion überstanden.

Im Zusammenhang mit Covid-19 sind 412 Menschen mit Wohnsitz im Kreisgebiet gestorben. In den Krankenhäusern in Hanau und Gelnhausen und Schlüchtern hat sich die Lage insgesamt etwas entspannt, das gilt allerdings noch nicht für die Intensivstationen. Im Zusammenhang mit Covid-19 werden in den Krankenhäusern im Main-Kinzig-Kreis insgesamt 76 Patienten medizinisch versorgt, darunter 69 aus dem Main-Kinzig-Kreis. 19 Menschen liegen auf den Intensivstationen, neun Personen sind auf Beatmungsgerät angewiesen.

Die von den 49 Neuinfektionen betroffenen Personen wohnen in Hanau (8), Rodenbach (7), Erlensee (5), Biebergemünd (5), Maintal (4), Jossgrund (3), Nidderau (2), Schöneck (2), Bad Orb, Birstein, Bruchköbel, Freigericht, Gelnhausen, Großkrotzenburg, Hasselroth, Linsengericht, Schlüchtern, Sinntal, Steinau und Wächtersbach. Ein Fall wurde noch nicht zugeordnet.

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