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Lockerungen wohl ab Donnerstag

Am neunten Tag in Folge unter 100 und am vierten Tag unter 50

01 Jun 2021 / 16:52 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises hat für Montag zwölf Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus und einen Todesfall aus Schlüchtern erfasst. Die Inzidenz für den Main-Kinzig-Kreis liegt nun bei 45, das Robert-Koch-Institut (RKI) weist den Wert ebenfalls mit 45 aus. Bleiben die Werte auf diesem niedrigen Niveau unter 50, ist bereits für Donnerstag mit dem Übergang in Stufe 2 und weiteren Lockerungen zu rechnen.

Ausschlaggebend für die weiteren Lockerungen ist der vom RKI ermittelte Wert. Hier können die Daten, die vom Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises gemeldet werden, von denen des RKI leicht abweichen, was sich aus einem unterschiedlichen Meldezeitpunkt ergibt. Derzeit gelten im Kreisgebiet die Bestimmungen und Auflagen der aktuellen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (Stufe 1) sowie die Einrichtungsschutzverordnung des Landes Hessen. Für den nächsten Öffnungsschritt durch den Übergang in Stufe 2 muss laut Hessischem Sozialministerium „die Inzidenz in Stufe 1 weitere 14 Tage in Folge unter 100“ (Main-Kinzig-Kreis: neunter Tag in Folge) oder „die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 50“ liegen (Main-Kinzig-Kreis: vierter Tag in Folge). Sämtliche Einstufungen und Zeitpunkte für etwaige Lockerungen werden durch das Sozialministerium auf seiner Internetseite www.soziales.hessen.de bekanntgegeben.

Im Main-Kinzig-Kreis setzt sich der schon seit mehreren Tagen anhaltende Trend absinkender Inzidenzzahlen fort. „Die Bürger erhalten in Kürze auch im Main-Kinzig-Kreis wieder mehr ihrer Freiheiten zurück, und das ist ein Grund zur Freude“, sagt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. „Wir sind noch nicht so weit zu sagen: Wir haben es geschafft. Aber wir haben die anstrengendste Phase dieser dritten Corona-Welle hinter uns gelassen und diese absinkenden Werte gemeinsam erreicht durch Disziplin, Rücksichtnahme und die Fortschritte der Impfkampagne. Kommt kein Ausreißerwert nach oben dazwischen, dann könnten wir schon am Donnerstag in die Stufe 2 überwechseln.“

Mit dem Übergang in Stufe 2 kommen weitere Lockerungen hinzu: Es dürfen sich dann zwei Haushalte oder zehn Personen – unabhängig vom zugehörigen Haushalt – treffen. Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene nicht mit. In den Schulen gehen die Klassen 1 bis 13 in den Präsenzunterricht. Nach wie vor gilt dort zweimal pro Woche eine Schnelltestpflicht. Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung zählen, dürfen nun ohne Terminvereinbarung („Click & Meet“) öffnen – mit Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht. Hier wird ein aktueller Schnelltest empfohlen.

Schwimmbäder und Saunen dürfen unter Auflagen öffnen, und auch die Gastronomie im Innenraum ist wieder möglich, allerdings mit einer Reihe von Hygienebestimmungen. So müssen ein Negativnachweis und die Kontaktdaten vorgelegt werden, auch eine Sitzplatzpflicht ist vorgesehen. Im Außenbereich wird lediglich ein Schnelltest empfohlen. Nach wie vor besteht auch in Stufe 2 ein Tanzverbot, Clubs und Diskotheken dürfen aber als Bar/Gastronomie öffnen. Für den Friseurbesuch („körpernahe Dienstleistungen“) besteht dann keine Pflicht für einen Negativnachweis mehr; jedoch gilt die Empfehlung, einen Schnelltest zu machen. In Stufe 2 ist auch Mannschaftssport und damit der gesamte Sportbetrieb wieder möglich. Es wird ein Schnelltest empfohlen. Chöre und Orchester dürfen nun unter Auflagen auch im Innenraum musizieren. Es wird jedoch empfohlen, hierfür nach Möglichkeit nach draußen zu gehen.

Nachdem zwei Fälle nachträglich aus der Statistik herausgenommen worden sind, liegt die Gesamtzahl der Menschen im Main-Kinzig-Kreis, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, bei 22.230. Als aktuell infektiös eingestuft werden 480 Personen. 21.138 Menschen haben die akute Virusinfektion wieder überstanden. 612 Personen sind im Main-Kinzig-Kreis im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr hat außerdem weitere vier Coronavirus-Fälle an Schulen erfasst. Davon betroffen sind in Hanau die Otto-Hahn-Schule, in Wächtersbach die Grundschule Kinderbrücke, in Maintal die Fritz-Schubert-Schule und in Nidderau die Kurt-Schumacher-Schule.

In den Krankenhäusern in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern werden im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 31 Patienten medizinisch versorgt, darunter 27 Personen, die im Main-Kinzig-Kreis wohnen. Intensivmedizinische Betreuung benötigen sieben Menschen, auf ein Beatmungsgerät angewiesen ist eine Person.

Die zwölf Neuinfizierten kommen aus Hanau (4), Maintal (4), Freigericht, Gelnhausen, Großkrotzenburg und Wächtersbach.

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