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Malkasten mit unendlichen Farben

Bernd Schreibers Fotoausstellung „Faszination Natur“

23 Mai 2019 / 18:00 Uhr

Main-Kinzig-Kreis. Am Samstag eröffnet der Linsengerichter Fotograf Bernd Schreiber seine Ausstellung „Faszination Natur“ im Main-Kinzig-Forum. Einer seiner Schwerpunkte liegt auf Unterwasser-Makro-Fotografie, aber auch zahlreiche Weitwinkel-, Landschafts- und Tieraufnahmen gehören zu dem bunten Panoptikum, das bis zum 14. Juni zu sehen ist. Am Pfingstmontag, 10. Juni, besteht von 10 bis 18 Uhr die Möglichkeit, sich von dem Künstler seine Fotografien zeigen und erläutern zu lassen. Im Gespräch mit GNZ-Redakteurin Tanja Bruske-Guth verrät Bernd Schreiber, wie er zur Fotografie kam und warum es ihm wichtig ist, die Menschen mit seinen Fotos zu erreichen.

GNZ: Wie sind Sie Natur-Fotograf geworden?

Bernd Schreiber: Ich habe bereits in meiner Kindheit fotografiert. Auch das Thema Natur war schon immer mein Ding, aber ich habe einen technischen Beruf gelernt. Zum Ausgleich für die Arbeit bei meiner Firma KS Showtechnik reise ich viel, habe 2012 meinen Tauchschein auf den Malediven gemacht. Seitdem habe ich über 700 Tauchgänge absolviert. Als ich diese faszinierende Welt sah, war es wie eine Sucht. Es hat sich verselbstständigt und ging in eine Passion über. Auch was das Fotografieren anging. Ich merkte schnell: Das ist ein Malkasten mit unendlichen Farben. Ich habe von Anfang an viel probiert, und so stellte sich schnell Erfolg ein, denn solche Fotografien hatte vor mir niemand gemacht.

Was ist das Besondere an Ihren Fotos?

Ich versuche immer, so zu fotografieren, dass das Bild direkt gut ist und nicht erst am Computer bearbeitet werden muss. Ich verwende zum Beispiel kein Photoshop, sondern arbeite viel mit Filtern, Licht und Fotohintergründen. Mit einem solchen, unbearbeiteten Foto von zwei Kalkröhrenwürmern auf Kommodo habe ich Silber beim Internationalen Seacam Shootout Preis gewonnen. Das ist schon ein kleiner Ritterschlag.

Um mich vorzubereiten, nehme ich Schlumpf-Figuren mit ins Schwimmbad, probiere über Wochen herum, bis ich denke: So könnte es funktionieren. Und dann fliege ich mit 100 Kilogramm Gepäck Ausrüstung zum Tauchen.

Mehr: GNZ vom 24. Mai.

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