SUCHE

Megatrend „New Work“

Kinzig Valley wird strategischer Partner der Plattform „Independesk“

26. April 2022 / 10:19 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Die klassische Arbeitswelt vollzieht aktuell einen Wandel, der durch die Digitalisierung und Globalisierung geprägt ist. Der Trend geht vom Mitarbeiter, der seine Tätigkeit nach strikten Anweisungen des Arbeitgebers ausübt, zu flexiblen New-Work-Arbeitsmodellen. Dabei stehen mehr Entscheidungsfreiheit und die Vereinbarkeit individueller Interessen, Werte und Überzeugungen mit dem Job im Vordergrund. Die Pandemie hat diesen Trend nochmals verstärkt, denn der krisenbedingte Schub für die Digitalisierung begünstigt alternative Arbeitsformen.

Unternehmen wurden durch Corona gezwungen, neue Wege zu gehen und Lösungen zu finden, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Inzwischen hat sich Homeoffice als Alternative zur Büroarbeit vor Ort etabliert und wird auch in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen. Viele Arbeitnehmer haben die Vorteile des Homeoffice in den vergangenen zwei Jahren schätzen gelernt: mehr Flexibilität, Wegfall des Zeitverlusts durch Pendeln und die Freiheit, den eigenen Arbeitsort, an dem man produktiv sein kann, selbst zu wählen. Bei einer Rückkehr zum Arbeitsplatz ist folglich zu erwarten, dass Arbeitgeber und deren Arbeitsmodelle hinterfragt werden.

Diesen Entwicklungen hat sich auch das Kinzig Valley als Coworking Space in Gelnhausen angenommen und ist in den vergangenen Wochen verstärkt auf Unternehmen zugegangen. Ihnen wurde mit Arbeitsplätzen im Coworking Space aktiv eine Lösung zu potenziell auftretenden Konflikten mit Mitarbeitern angeboten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das wohnortnahe Arbeiten verringert den Pendelverkehr und sorgt gleichzeitig für einen Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem können Büroflächen reduziert werden, was zu einer Einsparung von Mietkosten führt. Angesichts des Fachkräftemangels ist es zudem interessant, dass unkompliziert standortferne Fachkräfte eingestellt werden können, die ihren Arbeitsplatz selbst wählen. Das Resultat sind eine ausgewogene Work-Life-Balance, Mitarbeiter sind zufriedener, und der gesamte Unternehmenserfolg wird gefördert.

Angesichts dieses Umbruchs sind sich das Kinzig Valley und Karsten Kossatz einig. Der Gründer der app-basierten Plattform „Independesk“ zur Vermittlung von Arbeitsplätzen in Coworking Spaces glaubt ebenfalls an eine hybride Zukunft. „New Work und das Motto ‚Arbeite, wo du willst‘ werden künftig einen enormen Stellenwert einnehmen. Das erfordert ein Umdenken von Unternehmensseite, um Mitarbeitern mehr Vertrauen entgegenzubringen, sodass sie selbst entscheiden können, wie und vor allem wo sie am besten arbeiten können“, so Kossatz.

Das Startup „Independesk“ trägt zu diesem Trend bereits seit seiner Gründung 2020 seinen Teil bei, indem es bundesweit stunden- oder tageweise buchbare professionelle Arbeitsplätze und Meetingräume in rund 1.500 Coworking Spaces anbietet. Dass dieses Geschäftsmodell Potenzial hat, bewies Kossatz im vergangenen Jahr in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ und konnte mit Georg Kofler und Carsten Maschmeyer zwei namhafte Investoren und strategische Partner gewinnen. Auch das Kinzig Valley ist seit den Anfängen über die Plattform buchbar und konnte bereits einige Buchungen verzeichnen.

In der Vergangenheit lag der Fokus von „Independesk“ vor allem auf der Vermittlung von Arbeitsplätzen an Einzelkunden. Ab sofort sollen jedoch B2B-Kunden in den Mittelpunkt gestellt werden, um den Nerv der Zeit zu treffen. So können Unternehmen mit einem Firmenaccount ihren Mitarbeitern individuelle Monatsbudgets zuweisen und haben den Überblick, wer wann und wo arbeitet. Außerdem bietet „Independesk“ Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung von unternehmensinternen Remote-Work-Strategien an: „Viele, insbesondere große und mittelständische Unternehmen stehen hier vor einer echten Herausforderung. In zwei Jahren Pandemie und Entwicklung haben wir sehr viel Expertise aufbauen können, um sie zu beraten und sie so zukunftsfähig zu machen“, sagt Kossatz.

Zwischen dem Kinzig Valley und „Independesk“ entstehen folglich zwei Synergieeffekte. Zum einen ist es ganz offensichtlich das Coworking, zum anderen sind es aber auch digitale Plattformen. Denn wie die zwei „Independesk“-Gründer Karsten Kossatz und Uwe Weinreich hat auch Bernd Weidmann mit wind-turbine.com ein erfolgreiches B2B-Plattform-Geschäftsmodell an den Start gebracht. Unterm Strich also ein digitales „Perfect Match“ für eine strategische Partnerschaft zwischen „Independesk“ und Kinzig Valley – ähnlich wie mit den beiden Löwen Georg Kofler und Carsten Maschmeyer.

„Damit gewinnen wir einen weiteren spannenden Partner für hybrides Arbeiten und vor allem einen wichtigen Key-Player im Main-Kinzig-Kreis zur flächendeckenden Erprobung von ‚New Work für den Landkreis‘. Unsere Vision ist es, das ‚airbnb der Arbeitswelt‘ zu werden, und da spielt für uns vor allem die Erschließung ländlicher Regionen eine elementare Rolle“, so Kossatz. Und auch Bernd Weidmann ist sich sicher: „Diese Kooperation passt wie Topf und Deckel. Karsten und ich lieben und leben die neue Arbeitswelt und vor allem digitale Plattformgeschäftsmodelle mit nachhaltigem Impact. Als lokaler Coworking Space- und Plattformbetreiber bringen wir unsere Erfahrungswerte gerne aktiv bei ‚Independesk‘ ein, um Karsten und sein Team zu unterstützen.“ Somit sollte einer erfolgreichen Partnerschaft nichts mehr im Wege stehen.

Infos zu Independesk gibt es unter https://independesk.com/de-de/

Infos zum Kinzig Valley: https://www.kinzig-valley.de/

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: