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Mit laufender Motorsäge durchs Dorf

Linsengerichter wegen Körperverletzung, Trunkenheit und Unfallflucht verurteilt

05 Jun 2019 / 21:32 Uhr

Main-Kinzig-Kreis (erd). Menschliche Abgründe haben sich gestern beim Verhandlung vor dem Amtsgericht Gelnhausen offenbart. Ein 33-jähriger Linsengerichter hatte sich wegen eines ganzen Bündels von Straftaten zu verantworten, kam dann aber mit einer Bewährungsstrafe davon, die aber mit immensen Auflagen belegt wurde, um den alkoholkranken Mann doch noch in die Spur zu ziehen. Das Gericht machte unmissverständlich deutlich, das dies seine letzte Chance sei.

Gleich drei Anklageschriften verlas die Staatsanwältin gegen den Mann aus Linsengericht: gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz und dazu eine Reihe von Verkehrsdelikten wie Fahren ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht. Zudem wurde deutlich, dass der Mann sich bisher unbelehrbar zeigte. Das wurde nicht nur durch sein Auftreten in schmutzigem Shirt und verdreckter Arbeitshose deutlich, sondern auch durch weitere Anschuldigungen der Nebenklage, welche die Zeugin vertrat, die Körperverletzung erlitten hatte. So soll der Mann mit laufender Motorsäge durch die Straße mit dem Wohnhaus der Zeugin gelaufen sein, obwohl er sich dieser nicht nähern darf – selbstverständlich nur auf dem Weg zur Arbeit. Diese Aktion bleibt aber ungesühnt.

Angeklagt war eine gefährliche Körperverletzung, die am 29. August 2017 passierte. Er habe mit seiner damaligen Lebensgefährtin gestritten und im Streit ein Taschenmesser gezückt und es an den Hals der Frau gehalten und sie bedroht. Dann habe er ihr mit dem Messer in die Kuppe des linken Zeigefingers geschnitten. Außerdem habe er sie geschlagen und an Schulter und Hüfte verletzt. Auch habe er sie mit einer Bierflasche auf dem Kopf geschlagen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 6. Juni.

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