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Mit wenigen Klicks zum Führerschein

Main-Kinzig-Kreis bundesweite Pilotkommune für digitale Anträge

15 Sep 2020 / 11:32 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Am heutigen Dienstag ist der digitale Führerscheinantrag im Main-Kinzig-Kreis erstmals an den Start gegangen und soll sich nun im Alltag bewähren. Mit Blick auf die Digitalisierung der Verwaltung sei das ein Quantensprung, für den mehrere Behörden seit Monaten intensiv zusammengearbeitet haben, wie die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler als zuständige Dezernentin berichtet. Für die beteiligten Kollegen der Führerscheinstelle sei es eine Bestätigung und Herausforderung zugleich, dass der Main-Kinzig-Kreis als deutschlandweite Pilotkommune für diesen mit Spannung erwarten Feldversuch ausgewählt wurde.

„Wir setzen viel Energie in den Bereich der digitalen Entwicklung, sowohl in der Fläche als auch in der eigenen Verwaltung und in unseren Schulen. Es ist daher eine gute Entscheidung, dieses Pilotprojekt hier starten zu lassen“, betont Landrat Thorsten Stolz „Wir nehmen die Verantwortung gerne an und setzen unsere Erfahrung dafür ein, dass dieses Modell möglichst schnell in weitere Landkreise getragen werden kann“. In diesem Sinne dankte Stolz gemeinsam mit der Ersten Kreisbeigeordneten den motivierten Mitarbeitern der Führerscheinstelle, die das Projekt mit großem Einsatz seit Monaten unterstützten.

Alle Beteiligten sind mit dem Fortschritt sehr zufrieden, denn von diesem Modell werden weitreichende Informationen und Erfahrungen für weitere digitale Antragsverfahren erwartet. Vor dem offiziellen Starschuss gab es einen umfangreichen Test unter realen Bedingungen, um die Belastbarkeit und Funktionalität des Systems zu prüfen. Immerhin rund 4.000 Erstanträge werden pro Jahr alleine im Main-Kinzig-Kreis gezählt. Zum Start des Projekts wird für die ersten 1.000 digitalen Anträge jeweils eine Gebührenermäßigung von 25 Euro gewährt. Anträge zur Fahrerlaubnis sollen nun – zunächst nur für Pkw und Motorrad – ohne einen persönlichen Besuch der Behörde möglich sein. Das bedeutet für die betreffenden Personen mit Wohnsitz im Main-Kinzig-Kreis spürbare Erleichterungen ohne lange Wege oder begrenzte Öffnungszeiten. Auch die Kosten für ein Lichtbild fallen weg, weil dieses dann selbst gemacht werden kann. Darüber hinaus soll der Antrag, der über die Startseite www.mkk.de erreichbar ist, verständlicher formuliert sein, die Bearbeitungsdauer sich verkürzen und mittelfristig auch eine Statusabfrage möglich sein. Ein Antrag für begleitetes Fahren ab 17 Jahren ist zurzeit noch nicht auf dem digitalen Weg möglich.

Der Antrag steht auf Deutsch und Englisch zur Verfügung. Das biometrische Lichtbild, die Unterschrift und alle Nachweise können online hochgeladen werden. Die Authentifizierung der Antragsteller erfolgt bequem und sicher über die aktivierte Online-Ausweisfunktion des Personalausweises. Für das Pilotprojekt im Main-Kinzig-Kreis steht zudem eine „Selfie“-Funktion zur Verfügung, über die das Lichtbild eingespielt werden kann. Die Biometrie wird hierbei durch eine Software der Bundesdruckerei sichergestellt.

Für die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler ist dieser Anlauf in der Führerscheinstelle ein erster wichtiger Schritt, um eine derartige Anwendung unter realen Bedingungen zu testen und weiter auszubauen. Denn gerade die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass die Verwaltungen noch intensiver an digitalen Dienstleistungen arbeiten müssten. Der Main-Kinzig-Kreis sei hier auf dem richtigen Weg.

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