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Mittlerweile drei Corona-Tote im Kreis

Gesundheitsamt zählt gestern 20 neue Fälle / Auch eine Pflegeheim-Mitarbeiterin positiv getestet

02 Apr 2020 / 17:47 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat am Donnerstag weitere 20 laborbestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Betroffenen wohnen in Hanau (7), Maintal (3), Schlüchtern (3), Steinau (2), Langenselbold, Rodenbach, Schöneck, Bruchköbel und Biebergemünd. Derweil hat das Klinikum Hanau am Donnerstagvormittag nähere Angaben zu einem weiteren Todesfall an das Gesundheitsamt übermittelt. Zudem ist eine weitere Person (Jahrgang 1922) am Donnerstag im St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau an der Covid-19-Erkrankung gestorben. Sie war wohnhaft in der Gemeinde Niederdorfelden. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der neuartigen Lungenkrankheit im Main-Kinzig-Kreis auf drei.

Die Gesamtzahl der an Covid-19 Erkrankten aus dem Kreisgebiet liegt nach der offiziellen Statistik nun bei 227 Personen. Stellt man die mittlerweile 39 genesenen Personen gegenüber und zieht drei Todesfälle ab, so ergibt sich die Zahl von 185 Menschen, die aktuell noch an Covid-19 erkrankt sind. Die meisten davon kommen aus Hanau (41), Maintal (16) und Rodenbach (12). In allen 29 Kommunen des Main-Kinzig-Kreises außer in Flörsbachtal, Hammersbach und Neuberg sind bereits Infektionen durch Labore bestätigt worden. Insgesamt 30 Patienten mit einer bestätigten Infektion werden im Main-Kinzig-Kreis stationär betreut.

Zudem teilte der Kreis gestern mit, dass auch eine Pflegeheim-Mitarbeiterin aus der sozialen Betreuung positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Weitere positive Labortestergebnisse aus der Einrichtung im Altkreis Hanau liegen derzeit nicht vor. Die vom Gesundheitsamt für eine solche Situation anzuordnenden Schutzvorkehrungen habe die Einrichtung von sich aus schon frühzeitig umgesetzt, wie der Main-Kinzig-Kreis mitteilt. Unter anderem seien die weiteren Mitarbeiter nur noch unter voller Schutzausrüstung im Einsatz tätig gewesen.

Die Pflege und Versorgung aller Bewohner sei unter strengen Auflagen des Gesundheitsamts in dem betroffenen Pflegeheim sichergestellt. Die Kontaktpersonen der Infizierten würden derzeit isoliert und getestet, darunter auch alle Beschäftigten aus der sozialen Betreuung. Das Gesundheitsamt stehe in permanentem Austausch zur Einrichtungsleitung und überwache engmaschig den gesundheitlichen Zustand sowohl der Bewohner als auch des Personals. Die Einrichtung selbst werde die Angehörigen der zu pflegenden Senioren informieren.

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