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„Notbremse“ ab Sonntag außer Kraft

Ausgangssperre fällt weg, Regelbetrieb in Kitas und Schulen

21 Mai 2021 / 16:38 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr des Main-Kinzig-Kreises hat am Donnerstag insgesamt 50 Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus erfasst. Die Inzidenz für den Main-Kinzig-Kreis sinkt damit weiter auf nun 74, das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt diesen Trend mit einem Wert von 73,7. Wie erwartet hat der Main-Kinzig-Kreis nun den Grenzwert von 100 an fünf Werktagen unterschritten und erfüllt damit nach Mitteilung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration offiziell die Voraussetzungen zum Ende der „Corona-Notbremse“. Die damit verbundenen Lockerungen greifen nach den Vorgaben des Bundes „am übernächsten Tag“. Das heißt, ab Sonntag gelten wieder die Bestimmungen der aktuellen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (Stufe 1) sowie die Einrichtungsschutzverordnung des Landes Hessen.

Damit entfällt unter anderem die nächtliche Ausgangssperre, und die Gastronomie darf im Außenbereich unter Auflagen wieder öffnen. Auch Veranstaltungen unter freiem Himmel sind unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich. Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze dürfen wieder Gäste empfangen. In den heimischen Kindergärten beginnt wieder der Regelbetrieb und an den Schulen der Präsenzunterricht. Die detaillierten Auflagen und Ausführungsbestimmungen finden sich auf der Homepage des Hessischen Sozialministeriums unter www.soziales.hessen.de.

Wie das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr weiter mitteilt, greifen die nächsten Veränderungen erst unter einer Inzidenz von weniger als 50 oder wenn die aktuelle Stufe 1 (weniger als 100) für weitere 14 Tage bestätigt wurde. Dazu sind aber weiterhin eine hohe Vorsicht entsprechend der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. Zudem wird zum Zweck der Zugangskontrolle und der Kontaktnachverfolgung die Nutzung entsprechender Apps empfohlen. Favorisiert wird dabei die „Daicy“-App, aber auch „Luca“ und die Corona-Warn-App des Bundes sind sinnvolle Optionen.

Nachdem sechs laborbestätigte Coronavirus-Fälle nachträglich in die Statistik aufgenommen worden sind, liegt die Gesamtzahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, nun bei 21.927. Eine Person aus Hanau ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Als aktuell infektiös eingestuft werden 831 Personen. 20.508 Menschen haben die akute Virusinfektion wieder überstanden. 588 Personen sind im Main-Kinzig-Kreis im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

In den Krankenhäusern in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern werden im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 50 Patienten medizinisch versorgt, darunter 48 Personen, die im Main-Kinzig-Kreis wohnen. Intensivmedizinische Betreuung benötigen zehn Menschen, auf ein Beatmungsgerät angewiesen sind drei Patienten.

Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr hat zudem neue Coronavirus-Fälle an heimischen Schulen registriert. Davon betroffen sind in Hanau die Eppstein-, die Sophie-Scholl- und die Otto-Hahn-Schule, in Maintal die Erich-Kästner-Schule, in Gelnhausen die Kreisrealschule sowie in Nidderau die Kurt-Schumacher-Schule. Die von den 50 Neuinfektionen betroffenen Menschen wohnen in Hanau (17), Nidderau (6), Gründau (6), Bad Soden-Salmünster (5), Bruchköbel (4), Gelnhausen (4), Maintal (2), Birstein (2), Sinntal, Hasselroth, Hammersbach und Großkrotzenburg.

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