SUCHE

Öffnungen ab Montag sehr wahrscheinlich

Schule im Wechselunterricht, Kita und Shopping mit Termin

07 Mai 2021 / 08:14 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat für Mittwoch 103 Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus und zwei weitere Todesfälle aus Hanau erfasst. Die Inzidenz für den Main-Kinzig-Kreis liegt nun bei 118 und damit erneut unter den für die „Corona-Notbremse“ relevanten Sieben-Tage-Werten von 165 und 150. Das Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt diesen Wert mit 115. Daher ist für kommende Woche so gut wie sicher mit Öffnungen zu rechnen.

Ausschlaggebend für weitere Lockerungen ist der vom RKI ermittelte Wert. Hier können die Daten, die vom Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises gemeldet werden, von denen des RKI leicht abweichen, was sich aus einem unterschiedlichen Meldezeitpunkt ergibt. Wenn die Stufe von 165 für fünf Werktage hintereinander unterschritten wird, lässt das Hessische Sozialministerium nach der Bundesverordnung unter anderem für die Schulen „am übernächsten Tag“ wieder den Wechselunterricht für alle Klassen zu. Zur Erklärung: Der Main-Kinzig-Kreis lag gestern am vierten Werktag in Folge unter der 165. Das heißt, wenn heute der fünfte Werktag erreicht wird, wäre der übernächste Werktag der kommende Montag. Bei fünf Werktagen unter 150 gibt es auch wieder „Click & Meet“ im Einzelhandel. Auch damit ist ab Montag zu rechnen.

„Das Hessische Sozialministerium gibt die Einstufung bekannt, auf Basis der Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Wir gehen nach bisherigem Stand davon aus, dass mit Montag der kommenden Woche wieder der Wechselunterricht in den Schulen, die Regelbetreuung in Kindertagesstätten und im Einzelhandel auch wieder Terminshopping möglich sein wird“, sagt Landrat Thorsten Stolz. Er verweist auf die zentrale Internetseite, auf der sämtliche Einstufungen bekanntgegeben werden: soziales.hessen.de.

Grund für vorsichtigen Optimismus sieht auch Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler: „Die politischen Maßnahmen zur Kontaktreduzierung einerseits und die Fortschritte bei den Impfungen in der Fläche andererseits zeitigen einen erkennbaren Effekt. Wir sehen seit etwas mehr als einer Woche einen Rückgang der Infektionszahlen in allen Generationen.“ Zuletzt waren die jüngeren und mittleren Generationen stärker betroffen. Das sei zwar immer noch so, betrachte man sich das Infektionsgeschehen nach Altersgruppen getrennt. Während aber noch vor zwei Wochen der Inzidenzwert bei 15- bis 29-Jährigen bei weit über 250 lag, liege er derzeit nur noch bei etwa 150. „Homeoffice, Distanzunterricht und insgesamt weniger Kontakt zu anderen Haushalten zeigen hier deutliche Auswirkungen“, so Simmler. Um die Erfolge nicht zu gefährden, bleibe die Einhaltung der weiteren Maßnahmen wie Abstandhalten und Hygieneregeln aber wichtig.

Für ein Gesamtbild der Lage nimmt der Main-Kinzig-Kreis immer auch die Situation in den Krankenhäusern in den Blick. Dort sind die Belegungszahlen zwar immer noch hoch, doch mit zurückgehenden Infektionszahlen dürfte sich in den nächsten Tagen die Situation langsam entspannen.

Die Gesamtzahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt nun bei 21 000. Als aktuell infektiös eingestuft werden 1 332 Personen. 19 089 Menschen haben die akute Virusinfektion wieder überstanden. 579 Personen sind im Main-Kinzig-Kreis im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Von über 98 600 Menschen sind im Main-Kinzig-Kreis Corona-Schutzimpfungen registriert (Impfquote: 23,5 Prozent). In den Krankenhäusern werden im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 71 Patienten medizinisch versorgt. Intensivmedizinische Betreuung benötigen 17 Menschen, auf ein Beatmungsgerät angewiesen sind acht Patienten. Die von den 103 Neuinfektionen Betroffenen wohnen in Hanau (35), Maintal (11), Bad Soden-Salmünster (7), Bruchköbel (6), Erlensee (5), Ronneburg (5), Gelnhausen (5), Großkrotzenburg (4), Schlüchtern (4), Langenselbold (3), Wächtersbach (3), Freigericht (2), Nidderau (2), Rodenbach (2), Bad Orb (2), Gründau, Hammersbach, Hasselroth, Linsengericht, Neuberg, Sinntal und Steinau.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4