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Palmblatt statt Plastik

Krankenhaus-Gastronomie stellt Verpackungsmaterial um

07 Jan 2019 / 15:28 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Einigen Besuchern der Veranstaltungen in den Main-Kinzig-Kliniken ist es bereits aufgefallen: Auf dem Buffet hat sich etwas verändert. Das Verpackungsmaterial der Speisen ist häufig neu. Bei der Eröffnung der Palliativstation in Schlüchtern griffen die Besucher beispielsweise zu kleinen Schälchen aus Palmblatt, dazu gab es Mini-Bestecke aus Holz, und in den Glasflaschen steckten Papier-Strohhalme. In den Krankenhäusern Gelnhausen und Schlüchtern tut sich was in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Mit der Initiative kommen die Kliniken gesetzlichen Regelungen zuvor. Zwar hat die EU-Kommission in diesem Jahr ihre Strategie gegen die Vermüllung der Weltmeere vorgestellt und ein Verbot von Trinkhalmen und Einweggeschirr angekündigt, doch die Umsetzung liegt noch in weiter Ferne. „Wir sind aus Überzeugung aktiv geworden“, sagt Stephanie Lofink, Leiterin der Cafeteria: „Es war uns wichtig zu hinterfragen: Auf was können wir verzichten, was können wir ersetzen?“ Auch wenn Mehrwegartikel nach wir vor die beste Wahl sind und so oft wie möglich eingesetzt werden, gibt es häufiger Situationen, in denen Einwegverpackungen praktikabler und wirtschaftlicher seien, so Enrico Schmidt, Leiter der Gastronomie. Als Beispiele nennt er Großveranstaltungen, bei denen Fingerfood angeboten wird, oder auch den Wunsch vieler Mitarbeiter und Besucher, Speisen oder Kaffee mitzunehmen. Alleine in den Krankenhäusern Gelnhausen und Schlüchtern wurden im vergangenen Jahr rund 25.000 große Becher, 20.000 kleine Becher, 1.800 Mitnahme-Salatschalen und 34.000 Rührstäbchen verbraucht.

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag, 8. Januar, in der GNZ.

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