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Paukenschlag bei der CDU Main-Kinzig

Kreisgeschäftsführer Martin Fischer mit sofortiger Wirkung freigestellt

02 Okt 2020 / 09:02 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (ag/au). Paukenschlag bei der CDU Main-Kinzig: Kreisgeschäftsführer Martin Fischer hat alle CDU-Mitglieder im Landkreis per E-Mail darüber informiert, dass er seit gestern von seiner „dienstlichen Tätigkeit freigestellt“ ist. Hintergrund ist offenbar ein Vertrauensverlust. Das geht aus der Mail hervor, die der GNZ vorliegt.

Darin heißt es, dass Fischer in Absprache mit der Kreisvorsitzenden Dr. Katja Leikert seine Aufgabe als Kreisgeschäftsführer zum Ende des Jahres beendet, aber bereits seit gestern freigestellt ist. Wie Fischer andeutet, gebe es „eine einvernehmliche Einschätzung, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Dr. Katja Leikert und mir als Kreisgeschäftsführer nicht mehr möglich ist“.

Diese sei allerdings „wenige Monate vor einer wichtigen Kommunalwahl von größter Bedeutung“. Um Schaden von der gemeinsamen Sache, „der ich mich unverändert tief verbunden fühle“, abzuwenden, sei dieser Schritt konsequent und richtig, schreibt Fischer in seiner E-Mail, die mit dem Hinweis endet, dass die Mail-Adresse abgeschaltet werde, auch seit gestern nicht mehr zu erreichen sei.

Die Kreisvorsitzende Katja Leikert bestätigte gestern die Trennung vom Kreisgeschäftsführer: „Es ist richtig, dass in den letzten Monaten eine Situation entstanden ist, in der eine einvernehmliche Zusammenarbeit nicht mehr möglich war“, teilte Leikert gestern Nachmittag auf Anfrage mit. „Auf Wunsch des bisherigen Kreisgeschäftsführers haben wir die Zusammenarbeit deshalb beendet und werden zum 1. Januar die Stelle neu besetzen. Ich bedauere diese Entscheidung. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass ich darüber hinaus zu Personalangelegenheiten – insbesondere zum Schutz der Mitarbeiter – grundsätzlich keine Auskunft gebe.“

Martin Fischer hatte 2014 seinen Posten angetreten. Der frühere Lokführer war nach der Umschulung zum Rechtsanwalts- und Notarsgehilfen und dem Jurastudium bei der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) als Organisations- und Sozialreferent sowie als persönlicher Assistent der stellvertretenden Bundesvorsitzenden tätig gewesen.

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