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Rücklagen in der Krise genutzt

Trotz Belastungen durch die Pandemie planen fast alle Kommunen ohne Defizit

15 Sep 2021 / 15:42 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Die Ergebnisse der jährlichen Kommunalfinanzanalyse des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Hessen im Main-Kinzig-Kreis zeigen, dass trotz der finanziellen Belastungen durch die Corona-Pandemie lediglich Ronneburg mit einem Defizit für 2021 plant, das im Jahresabschluss nicht durch Rücklagen kompensiert werden kann. 14 Kommunen im Kreis beabsichtigen, ohne Defizit auszukommen, genauso viele können es im Jahresabschluss durch die Entnahme aus Rücklagen ausgleichen. Dabei erhöht mit Erlensee nur eine Kommune die Hebesätze für Gewerbe- und Grundsteuern, während Birstein und Schöneck die Bürger sogar entlasten.

„Aktuell zeigt sich, wie wichtig es war, dass die Kommunen ihre Finanzen in den vergangenen Jahren auf gesunde Füße gestellt haben. So konnten etliche Städte und Gemeinden Rücklagen bilden, auf die sie nun zurückgreifen können“, sagt Joachim Papendick, Vorsitzender des hessischen Steuerzahlerbunds. „Damit wird vermieden, dass die Lasten der Pandemie durch Steuererhöhungen einseitig bei den Bürgerinnen und Bürgern abgeladen werden, die Konsolidierung der letzten Jahre durch massive Neuverschuldung gefährdet und die Zukunft des Standorts durch Investitionskürzungen aufs Spiel gesetzt wird.“

Mehr dazu – auch eine Übersichtsgrafik mit allen 29 Städten und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises – am Donnerstag, 16. September, in der GNZ.

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