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Steinzeitsiedlung und Keltengräber

Archäologen sichern in Erlensee spektakuläre Funde

06 Aug 2019 / 15:20 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Derzeit wachsen noch Mais und Getreide auf den Feldern in Erlensee, wo demnächst die Firma LIDL auf rund 22 Hektar Fläche einen Teil ihrer Verwaltung und ihrer Logistik ansiedeln wird. In den vergangenen Monaten haben sich Archäologen intensiv mit einem Teil der Fläche beschäftigt. Bei Untersuchungen des Bodens sind sie auf interessante Funde sowohl aus der keltischen als auch der Steinzeit gestoßen.

Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Stefan Erb haben nun die Ausgrabungsfelder besucht. Gemeinsam mit Kreisarchäologen Claus Bergmann schauten sie sich die Funde an. Insbesondere in einem Gräberfeld aus der Keltenzeit, in dem rund 30 Menschen beigesetzt worden sein könnten, entdeckte das Archäologenteam viele Beigaben. Weitere Fundstücke aus der Steinzeit weisen auf eine nahegelegene Siedlung hin. „Bereits vor mehr als 4 000 Jahren siedelten hier Menschen der Steinzeit. Es waren Ackerbauern und Viehzüchter, die im heutigen Erlensee ihr kleines Dorf errichteten“, ordnete Claus Bergmann die Funde ein.

Dass die Archäologen auf der großen, derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche südlich des Gewerbeparks Erlensee, zwischen Langendiebach und Autobahn 45, fündig geworden sind, ist für die Fachleute nicht allzu überraschend gewesen. Schon vor Jahrzehnten hatte man in der Nähe Grabfunde der Bronze- und Eisenzeit entdeckt.

Das Archäologenteam aus Hessen, unterstützt durch den Main-Kinzig-Kreis und unter der Fachaufsicht des Landesamts für Denkmalpflege Hessen, hatte mit den Grabungen im Sommer vergangenen Jahres begonnen. Sie kamen aufgrund des sandigen Bodens gut voran und stießen so schnell auf immer neue Zeugnisse früherer Siedlungskulturen.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 7. August.

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