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Telefonischer Beistand für Einsame

Alten- und Pflegezentren suchen Paten für Heimbewohner

24 Mrz 2020 / 14:57 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Das Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen sowie die Absage von Veranstaltungen und Gruppenangeboten hinterlassen eine Lücke bei den sozialen Kontakten von pflegebedürftigen Menschen – so auch bei den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Gerade in diesen Tagen ist es wichtig, sich zu seinen Sorgen und Gedanken austauschen zu können.

„Die aktuelle Entwicklung rund um das Coronavirus zwingt uns alle zu einschränkenden Maßnahmen, die erforderlich und richtig sind – jedoch nicht spurlos an den Bewohnern unserer Einrichtungen vorbeigehen,“ sagt der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien, und fügt hinzu: „Wir alle wissen, wie wichtig soziale Kontakte sind. Wir haben uns daher ein Angebot einfallen lassen, das unseren Bewohnern einen sozialen Austausch trotz des aktuellen Besuchsverbots ermöglicht.“

Getreu dem Motto des ehrenamtlichen Engagements bei dem Alten- und Pflegezentren „Mit Menschen für Menschen“ möchte das kreiseigene Unternehmen den Bewohnern auch in Zeiten der Isolation einen Kontakt über die Einrichtungen hinaus ermöglichen und eine ortsunabhängige „Telefonbetreuung“ anbieten. „Wir hoffen, dass wir auf diesem Weg Telefonpaten finden und damit zumindest ein wenig der Gefahr der Vereinsamung entgegenwirken können“, führt Bien weiter aus.

Und so einfach funktioniert es: Für den Erstkontakt senden Interessierte bitte ihren vollständigen Namen, eine Telefonnummer, unter der sie angerufen werden möchten, sowie die Wunschzeiten ihrer telefonischen Erreichbarkeit per E-Mail an telefon-betreuung@apz-mkk.de oder melden diese Bereitschaft bei der Corona-Hotline des Unternehmens unter Telefon 06184/2052 100. Das Unternehmen stellt den Kontakt zu den Bewohnern her, die einen Beistand wünschen, und meldet sich zu den angegebenen Wunschzeiten. Wer darüber hinaus miteinander im Austausch bleiben möchte, kann dies gerne angeben.

Wichtig ist der Geschäftsführung auch, dass durch die zentralen Ansprechpartner und die Unterstützung in den Einrichtungen durch die Fach- und Leitungskräfte der sozialen Betreuung sowie die Betreuungskräfte die Mitarbeiter in der Pflege nicht zusätzlich belastet werden. Das Angebot soll in dieser Zeit eine schöne Ergänzung in der Alltagsgestaltung für die Bewohner sein und dennoch nicht die ohnehin schon schwierige Arbeitssituation der Pflegekräfte zusätzlich belasten. „Dank der bestehenden Strukturen und der guten Arbeit in der sozialen Betreuung dürfte dies auch gelingen,“ sagt der Geschäftsführer abschließend.

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