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Trockenheit und Kriegsfolgen bereiten Sorge

Landwirte ziehen auf der Staatsdomäne Rüdigheimer Hof eine Bilanz der Ernte

03. August 2022 / 13:13 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (tmb). Trotz Einbrüchen bei den Ernteerträgen und erschwerten Bedingungen durch den Ukraine-Krieg sind die Landwirte im Main-Kinzig-Kreis „eigentlich mit der Ernte zufrieden, denn die Befürchtungen waren noch schlimmer“, berichtete der Vorsitzende des Kreisbauernverbands, Mark Trageser, im Rahmen des Kreiserntegesprächs, das in diesem Jahr auf dem Gelände der Staatsdomäne Rüdigheimer Hof der Familie Wittlich stattfand.

Grund zum Jubeln gibt es allerdings keinen: Wegen der Trockenheit sind die Erträge kreisweit in vielen Fällen um bis zu 50 Prozent eingebrochen. Insgesamt befinden sich die Landwirte wegen der Weltlage in einer schwierigen und für sie unkalkulierbaren Situation – obwohl sie meinen, mit etwas politischem Rückenwind etwas gegen die Energiekrise beitragen zu können.

Jetzt, Anfang August, ist die Ernte normalerweise voll im Gange. Stattdessen ist sie dieses Jahr so gut wie beendet. Grund dafür ist die anhaltende Trockenheit. Während einige früh geerntete Getreidesorten wie Wintergerste oder Raps noch die Niederschläge im Frühjahr nutzen konnten und mit guten bis sehr guten Erträgen Hoffnung machten, konnten bei der wichtigsten Getreideart, dem Winterweizen, nur unterdurchschnittliche Erträge eingefahren werden, wie Trageser berichtete. Jens Pleger (Raiffeisen Waren GmbH) sprach zudem von einer nicht zufriedenstellenden Qualität, so dass von dem geernteten Getreide ein Großteil nicht für Nahrung, sondern für Futtermittel verwendet werden muss.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 4. August

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