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„Viele Selbstständige weinen am Telefon“

IHK-Hauptgeschäftsführer über Folgen der Corona-Krise

20 Mrz 2020 / 17:45 Uhr
Main-Kinzig-Kreis. Die Deutsche Börse erlebt den schnellsten Crash ihrer Geschichte, viele Geschäfte sind geschlossen, Unternehmer und Beschäftigte bangen um die Zukunft ihrer Betriebe. Die Corona-Krise ist auch für die heimische Wirtschaft eine ungeahnte Belastungsprobe. Im Interview mit GNZ-Redakteur David Noll beschreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde den Ernst der Lage und schildert teilweise dramatische Rückmeldungen, gerade aus Gastronomie und Hotelgewerbe.

GNZ: Vor wenigen Wochen haben wir uns noch über die Krise der Automobilbranche und der heimischen Zulieferer unterhalten (GNZ vom 4. März). Damals schien das Coronavirus noch weit weg. Hätten Sie gedacht, dass sich die Lage so schnell so dramatisch entwickelt?

Dr. Quidde: Nein und ja. Nein, weil ich es mir schlichtweg nicht vorstellen konnte. Ja, weil ich mich für unsere IHK ganz eng an das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises gehalten habe. Und das hat, finde ich, souverän den schmalen Grat zwischen Verharmlosung und Panikmache beschritten. Ich bin allen Vertretern von Medizin und Pflegediensten für ihren heroischen Einsatz genauso dankbar wie dem Team des Gesundheitsamts!

Gibt es überhaupt schon gesicherte Erkenntnisse, was die Krise mit unserer heimischen Wirtschaft machen wird?

Nein, denn niemand weiß, wie lange sie noch dauern wird. Vergleichen Sie es mit einem blühenden Garten, wenn strenger Nachtfrost kommt. Danach werden einige Pflanzen sofort absterben. Andere sehen mitgenommen aus, berappeln sich aber wieder – und noch andere wirken anfangs gesund, gehen aber später ein.

Mehr lesen Sie in der GNZ vom 21. März.

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