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Von der Größe der Gerstenkörner überrascht

Erntegespräch des Kreisbauernverbands: Keine Jubelschreie, aber auch kein Desaster

14 Jul 2020 / 21:21 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (hgs). Nachdem im Kinzigtal in der Vorwoche schon vielerorts die (Winter-) Gerste geerntet worden ist, fiel das jährliche Erntegespräch des Kreisbauernverbands Main-Kinzig gestern in Schöneck bereits ins anlaufende Vermarktungsgeschäft.

Für die Landwirte habe „eine entscheidende Zeit“ begonnen, stellte Verbandschef Mark Trageser (Linsengericht) heraus, denn „die Brötchen für den kommenden Winter werden jetzt geerntet“. Überdies stünden Menge und Qualität der landwirtschaftlichen Produkte erst dann endgültig fest, wenn sie „auf dem Hänger“ oder bei der Lager- und Handelsgesellschaft gebucht worden sei.

Allgemeingültige Prognosen zu den Erträgen 2020 ließen sich für den Landkreis wegen der sehr unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit zwischen Niederdorfelden und Züntersbach zwar nicht treffen, allerdings zeigte sich Matthias Wacker, auf dessen Hof in Kilianstädten das Pressegespräch stattfand, von der Größe der Gerstenkörner angenehm überrascht. „Wir hatten mit unterdurchschnittlichem Ertrag gerechnet“, bekannte er. Nach dem trockenen März und April habe der Regen im Mai und Juni offenkundig viel beim Aufholen geholfen. Außerdem sei es im Gegensatz zu 2018 und 2019 nicht schon im Frühling heiß gewesen, sodass kein Korn „verbrannt“ sei und auch keine Notreife eingesetzt habe. Daher stünden auch der Mais und die Zuckerrüben derzeit gut. Wichtig sei, dass es auch während des Sommers „immer mal wieder regnet“.

Mehr in der GNZ vom 15. Juli.

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