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„Wanderer von morgen“ im Visier

Deutscher Mountainbike-Tourismuskongress tagt in Bad Orb

08 Mai 2019 / 17:15 Uhr
Bad Orb (ez).15 Millionen Deutsche „biken“, und die meisten haben auch großes Interesse am Mountainbiken. Das zeigen nicht nur die Studienergebnisse des MTB-Monitoring aus 2018 mit 12.000 Befragten, sondern auch der steigende Verkauf von Geländerädern und die Ausweisung von Strecken und Trails. Vor allem sind die Mountainbiker auch gern gesehene und gern aufgenommene Gäste. Der Markt ist also da, und er ist groß. All das und noch viel mehr kommt beim derzeit laufenden Deutschen MTB-Tourismuskongress in der Konzerthalle in Bad Orb auf den Tisch.

Die 150 Teilnehmer sind aus ganz Deutschland, Österreich, Italien, Schottland, Dänemark und der Schweiz angereist. Ihre Berufsfelder sind breit gefächert, mit Destinationsmanagern, Vertretern von Beratungsagenturen, des Gastgewerbes oder von Fachmagazinen und Fachverbänden. Auch Trailbauer und Tourenabieter sind darunter. Veranstalter sind das Mountainbike-Tourismusforum Deutschland, die Bad Orb Marketing GmbH und die Spessart Tourismus und Marketing GmbH. Das Forum arbeitet für eine Professionalisierung des nationalen Mountainbike-Tourismus und versteht sich auch als wesentliche Schnittstelle.

In einem Pressegespräch beschrieben die Vorstände des Mountainbike-Tourismusforums, Tilman Sobek und Norman Bielig, sowie Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, und Georg Freund, Aufsichtsratsvorsitzender der Bad Orb Marketing GmbH, die Bedeutung des MTB-Tourismus für die Regional- und Tourismusentwicklung. Die beiden GmbH‘s wollen gemeinsam den Aktivtourismus in der Region weiterentwickeln und freuen sich, Destinationspartner des Kongresses zu sein.

Mosbacher, der schon in Bad Wildbad als dortiger Touristikchef beim MTB-Tourismus-Kongress gute Erfahrungen gemacht hat, beklagte, dass das MTB-Angebot im Spessart darunter leide, noch relativ unbekannt zu sein. Unter 30 Regionen komme man gerade mal auf Platz 22. Zum Profilthema meinte er: „Wir denken hessisch-bayerisch an einen Spessart“.

Das Besondere am Bad Orber Trailflow sei, dass er aus dem Turnverein und mit viel Herzblut entstanden sei, betonte Georg Freund: „von Bikern für Biker“. In der Region versuche man, Wanderer und Mountainbiker unter einen Hut zu bringen und Verständnis auf beiden Seiten zu finden. „Wir wollen die Spannungsfelder auflösen.“

Dass Mountainbiker mehr Wertschöpfung bringen und mehr Geld ausgeben als Wanderer und besonders interessiert an Land und Leuten sowie der Infrastruktur seien, wurde mehrfach erwähnt, ebenso, dass die Auslandsmärkte erobert werden sollten. Auch sollten sich die MTB-Destinationen nicht als Konkurrenten sehen, sondern zusammenarbeiten.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 9. Mai, in der GNZ.

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