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Weitere 63 Infektionen im Kreis

Gesundheitsamt stellt Coronavirus-Datenverarbeitung auf RKI-Standard um

08 Nov 2020 / 21:29 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat 63 weitere bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zudem ist eine weitere Person im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben. Allerdings beziehen sich diese Zahlen nur auf den restlichen Freitag nach der jüngsten Mitteilung (die GNZ berichtete). Der Grund: Das Kreisgesundheitsamt hat seine Datenverarbeitung für die täglichen Lageberichte zum Coronavirus an den Standard des Robert-Koch-Instituts angepasst und auf ein neues automatisiertes System mit weniger Aufwand und geringerer Fehleranfälligkeit umgestellt.

Auf dieser neuen Datengrundlage werden auch die künftigen Tagesmeldungen aus dem Amt basieren, die aber weitgehend die gewohnten Informationen liefern. Gestern meldete die Kreispressestelle daher eine aktualisierte Statistik für alle Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis, die dann in der gewohnten Weise fortgeschrieben wird.

Inklusive der 63 bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus vom vergangenen Freitagabend sind nun seit Ausbruch der Pandemie 3 424 Fälle im Kreis bestätigt. Die Zahl der infektiösen Fälle wird vom Gesundheitsamt mit 1 312 angegeben. Eine örtliche Zuordnung der jeweils neuen Fälle sei aufgrund der Systemumstellung erst in den kommenden Tagen wieder möglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 166 (statt dem Höchstwert 167 vom Freitag), die Zahl der stationären Aufnahmen ist unverändert bei 43, davon fünf auf Intensivstationen. Die Zahlen vom Wochenende werden künftig jeweils erst am Montag veröffentlicht.

Das Gesundheitsamt hat seine interne Datenerfassung zur Dokumentation der neu eingehenden Coronavirus-Fälle umgestellt und arbeitet künftig mit einem Programm, das es ermöglicht, die positiven Befunde rund um die Uhr zu erfassen. Das Gesundheitsamt verwendet hierfür eine eigens entwickelte Anwendung, die automatisiert auf die gespeicherten Daten zugreift. Dabei werden exakt dieselben Kriterien angelegt, wie sie das Robert-Koch-Institut (RKI) für seine Berichte verwendet. Das spart kostbare Zeit, verringert die Fehlerquellen und liefert einen zuverlässigen (vergleichbaren) Standard.

Diese Veränderung bildet seit gestern auch die Quelle für die tägliche Corona-Meldung der Pressestelle (außer Samstag), was aber nur geringfügige inhaltliche Änderungen bedeutet. Es werden die Daten des vorangegangenen Werktags – Ausnahmen sind Sonntag (Daten von Freitag) und Montag (Daten von Samstag und gegebenenfalls Sonntag) – veröffentlicht wie in der bisher bekannten Auswertung: Infektionen des Vortags (0 bis 24 Uhr), Verteilung auf die 29 Städte und Gemeinden, Sieben-Tage-Inzidenz, alle Corona-Fälle seit Ausbruch der Pandemie (kumuliert), aktuell infektiös (Neuinfektionen der vergangenen 14 Tage), Todesfälle (ohne Ortsangabe), stationäre Aufnahmen in Kliniken sowie weitere Angaben zu Schulen und zur allgemeinen Lage.

Die Daten werden dann jeweils den kompletten Vortag – mit den entsprechenden Ausnahmen (siehe oben) – abbilden und können nach einer Anlaufphase künftig regelmäßig auch früher, das heißt mittags, in Umlauf gebracht werden. Zudem dient das gesamte Vorgehen auch der Vorbereitung auf ein tägliches Dashboard, also eine grafische Benutzeroberfläche zur Visualisierung von Daten (auch auf der Homepage des Kreises im Internet unter www.mkk.de), wie sie das RKI bereits verwendet. Diese Darstellung wird den Zugriff auf eine Reihe von detaillierten Daten ermöglichen, die bislang nur unter großem personellen Aufwand zur Verfügung gestellt werden konnten.

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