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Wie Einbrecher ticken

Polizei-Berater Stefan Adelmann gibt Tipps zum Schutz

04 Nov 2020 / 17:17 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (ag). Polizeihauptkommissar Stefan Adelmann informiert mit seinem Team in der Region regelmäßig über die Sicherung von Fenstern und Türen. Seine Hauptaufgabe sind jedoch „Beratungen am Objekt“. Vor Ort analysiert er die Gegebenheiten und sucht mit den Augen eines Einbrechers nach Schwachstellen. Die GNZ hat den Experten der Polizei bei einem seiner Termine begleitet.

Schon bevor Stefan Adelmann das Haus betritt, entdeckt er die erste Schwachstelle: Das Zweifamilienhaus steht in einer ruhigen Sackgasse, Durchgangsverkehr gibt es keinen. Nur ein einsamer Radfahrer kreuzt den Weg. „Hier kann ein Einbrecher auch tagsüber ganz entspannt die Tür aufbrechen, das merkt niemand“, sagt der Hauptkommissar. „Einerseits ist die ruhige Lage schön zum Wohnen, aber für einen Dieb ist diese Lage genauso perfekt.“

Die Mülltonnen neben dem Eingang bezeichnet Adelmann als „mobile Aufstiegshilfen“. Für Einbrecher ist es ein Leichtes, die Tonnen unter das nächste Fenster zu schieben. Es sind Details wie diese, auf die Adelmann ein Auge wirft.

80 Prozent aller Einbrüche finden tagsüber und über die nicht oder wenig gut einsehbare Rückseite eines Hauses statt. Und so führt der erste Gang des Experten in den Garten. Eine in der Ecke liegende Leiter und eine Pergola bedeuten weitere Einladungen an Kriminelle. „Ein Einbrecher bräuchte keine zwei Minuten, um im ersten Stock den Balkon zu betreten“, sagt Adelmann.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 5. November, in der GNZ.

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